Wichtige Hinweise

Corona - Aktuelle Regelungen:
Es gelten im Landkreis Göppingen die Regeln der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg.

Ihr Besuch im Landratsamt:
Auf Grund von Corona-Schutzmaßnahmen kann das Landratsamt momentan nur mit medizinischen Masken oder FFP2-, KN95- bzw. N95-Masken betreten werden. Bitte beachten Sie unsere aktuellen Informationen zum Coronavirus auf unserer Corona-Infoseite.

Fahrradverkehr

Radverkehrsplanung auf Kreisebene

Der Landkreis Göppingen hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehr nachhaltig zu fördern. Um dies zu erreichen, ist der Kreis in folgenden Bereichen tätig.

Fahrradfreundlicher Landkreis

Am 3. Mai 2014 wurde der Landkreis Göppingen für sein Engagement um die Förderung des Radverkehrs als erster Landkreis in Baden-Württemberg von Verkehrsminister Winfried Hermann als "Fahrradfreundlicher Landkreis" ausgezeichnet. Eine Landeskommission, die im Jahr 2013 den Landkreis per Fahrrad erkundet hat, bestätigte und würdigte die Bemühungen und Projekte der Landkreisverwaltung. Neben dem Ausbau der touristischen Infrastruktur spielt hierbei insbesondere die Förderung des Alltagsradverkehrs eine wichtige Rolle. Dabei setzt der Kreis gemeinsam mit den Kommunen auf einen stetigen Ausbau der Infrastruktur sowie Informations- und Kommunikationskampagnen rund um das Thema Fahrrad.

Radschnellverbindung Filstal - RS 14

RS 14 – die geplante Radschnellverbindung im Filstal

Unter folgendem Link finden Sie alle Informationen zur Radschnellverbindung "RS 14" im Filstal: Radschnellweg Filstal

Mitglied der AGFK-BW

Der Landkreis Göppingen war 2010 Gründungsmitglied der AGFK-BW neben 19 weiteren Kommunen und Landkreisen. Seitdem ist die Mitgliederzahl kontinuierlich angewachsen. Für den Landkreis ist die Mitgliedschaft enorm wichtig. Die AGFK-BW setzt zahlreiche Radverkehrsprojekte um, an denen nur Mitgliedskommunen teilnehmen dürfen. Besonders wichtig ist auch der Erfahrungs- und Informationsaustausch auf Fachebene. Dadurch kann auf das Wissen zurückgegriffen werden, was woanders bereits vorhanden ist. Die AGFK-BW vertitt darüber hinaus die Interessen ihrer Mitglieder auf Bundes- und Landesebene.

Weitere Informationen finden Sie unter www.agfk-bw.de.

Radverkehrskonzeption

Am 22.07.2011 wurde im Kreistag des Landkreises Göppingen die Radverkehrskonzeption einstimmig beschlossen. Nach zwei Jahren gingen damit intensive Planungen und Gespräche mit den betroffenen Kommunen, Verbänden, Nachbarlandkreisen sowie Politikern zu Ende. Seitdem treibt der Landkreis die sukzessive Umsetzung der einzelnen Maßnahmen kontinuierlich voran. Insgesamt hat das Planungsbüro VIA aus Köln, das einen 600 Seiten umfassendes Konzept vorgelegt hat, 466 Maßnahmen detailliert auf Grundlage der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur im Landkreis dargestellt.Das vom Büro VIA und allen Beteiligten erarbeitete Netz umfasst eine Länge von 830 km und beinhaltet sowohl Wege für den Alltags- als auch den Freizeitverkehr. Damit geht sie weit über eine reine Bedarfsermittlung hinaus. Die Konzeption erhielt parteiübergreifend viel Lob und Anerkennung und wurde einstimmig als Grundlage für die künftige Gestaltung der Radwegeinfrastruktur beschlossen. Jährlich stellt der Landkreis 100.000 € zur Verbesserung der Radwegeinfrastruktur zur Verfügung. Davon entfallen 50.000 € auf das Förderprogramm des Landkreises, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Radwegeinfrastruktur der Kommunen mit einem Drittel fördert.

Verkehrsschilder und Wegweiser im Radverkehr

Wenn man mit dem Rad unterwegs ist, begegnet man einer Menge an Verkehrszeichen und Wegweisern. Unter folgendem Link finden Sie Informationen zu Schildern und Wegweisern im Radverkehr.

Novelle der StVO

Mit der Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), die seit 28.04.2020 in Kraft getreten ist, gelten neue rechtsverbindliche Regelungen, die laut Bundesverkehrsministerium deutlich mehr Sicherheit für den Radverkehr erreichen sollen.

Mindestüberholabstand

Die StVO-Novelle schreibt einen neuen Mindestabstand beim Überholen von Radfahrenden, (sowie ebenso zu Fußgängern und Elektrokleinstfahrzeug-Führenden) vor: Innerorts muss beim Überholen mit einem KfZ ein Abstand von 1,50m eingehalten werden, außerorts beträgt der Abstand sogar 2m. Dies gilt selbstverständlich auch, wenn man ein Rad mit Anhänger überholt. Dann muss entsprechend mehr Platz einkalkuliert werden. Die neue Regelung gilt unabhängig davon, ob Radfahrende auf der Fahrbahn oder auf Schutzstreifen unterwegs sind. Ist es aufgrund beengter Fahrbahnverhältnisse nicht möglich diesen Mindestüberholabstand einzuhalten, muss der Kfz-Verkehr hinter dem Radverkehr bleiben und darf nicht überholen. Es gilt demnach ein Überholverbot an Stellen, die nicht die notwendige Breite haben.

Generelles Park- und Halteverbot auf Schutzstreifen

Das verbotswidrige Parken auf Geh- und Radwegen ist bekannt. Ab jetzt ist zudem auch das Parken und Halten in zweiter Reihe und das Halten auf Schutzstreifen verboten. Ein Schutzstreifen ist eine dem Radverkehr vorbehaltene Spur, die durch eine weiß gestrichelte Linie und Fahrradsymbol auf der Fahrbahn markiert wird. War das Halten für KfZ auf Schutzstreifen bisher noch für maximal drei Minuten erlaubt, ist es seit dem Inkrafttreten der StVO-Novelle nicht mehr erlaubt. Und seien es nur 2 Minuten – Halten auf Schutzstreifen ist nun komplett verboten.

Schrittgeschwindigkeit für abbiegende Lkw (Kfz über 3,5 Tonnen)

Für Kfz über 3,5 Tonnen gilt jetzt innerorts Schrittgeschwindigkeit beim Rechtsabbiegen – und zwar überall dort, wo mit Rad- und Fußverkehr gerechnet werden kann. Mit Schritttempo hat der Fahrer mehr Zeit, die Abbiegesituation zu überblicken. Dadurch soll das Queren von Kreuzungen für Radfahrende und Fußgänger sicherer werden.

Ausgeweitetes Parkverbot auf 8m an Kreuzungen und Einmündungen

Um die Sichtbarkeit von Radfahrenden an Kreuzungen und Straßeneinmündungen zu verbessern, schreibt die StVO-Novelle eine Ausweitung des Parkverbots von fünf auf nunmehr acht Meter vor Kreuzungen und Einmündungen vor. Dies gilt überall dort, wo parallel zur Fahrbahn ein straßenbegleitender Radweg vorhanden ist. Damit sollen Sichtbehinderungen und daraus resultierende gefährliche Situationen minimiert werden.

Nebeneinander Radfahren gestattet

Die StVO-Novelle stellt klar, dass das Nebeneinanderfahren auf dem Rad grundsätzlich gestattet ist, wenn übrige Verkehrseilnehmer dadurch nicht behindert werden. Nur, wenn dadurch andere Verkehrsteilnehmer behindert werden, muss darauf verzichtet werden.

Mitnahme von Personen auf Fahrrädern

Die StVO-Novelle erlaubt nun auch die Mitnahme von erwachsenen Personen auf dem Fahrrad. Jedoch ist die Bedingung, dass der Fahrer mindestens 16 Jahre alt sein muss und das Fahrrad speziell für die Personenbeförderung vorgesehen und entsprechend ausgestattet ist. Somit sind Rikschas oder Lastenräder mit Beförderungsmöglichkeiten im Straßenverkehr legal zu fahren. Die Mitnahme einer Person auf dem Gepäckträger ist hingegen selbstverständlich nicht zulässig. Das Fahrrad muss eigens für das Mehrgewicht zugelassen sein und über eine spezielle Sitzvorrichtung verfügen.

Fahrradzonen

Analog zu Tempo-30-Zonen dürfen Kommunen nun auch Fahrradzonen einrichten. Ähnlich den Regeln einer Fahrradstraße gilt in einer Fahrradzone maximal Tempo 30 und der Radverkehr darf durch andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert oder gefährdet werden.

Grüner Pfeil für Radfahrende

Verkehrszeichen Grünpfeil für Radfahrer

Der Grünpfeil für den Radverkehr kommt als neues Verkehrszeichen in der StVO-Novelle hinzu. Er erlaubt das Rechtsabbiegen bei roter Ampel speziell für Radfahrende. Der schon bekannte Grünpfeil für den Autoverkehr gilt dennoch auch für den begleitenden Radweg, stellt die neue StVO nochmals klar. Beim Rechtsabbiegen mit Grünpfeil muss man sich stets so verhalten, dass eine Behinderung oder Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, insbesondere des Fußgänger- und Fahrzeugverkehrs der freigegebenen Verkehrsrichtung, ausgeschlossen ist.

Mobilitätsbefragung 2019

Der Landkreis Göppingen hat im September 2018 eine Haushaltsbefragung durchgeführt, um Details zur Mobilität der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis zu erfahren. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Zunahme des Radverkehrs – das Auto ist jedoch noch immer das meist genutzte Verkehrsmittel.

Mehr Informationen

Touristische Radwanderrouten

Informationen zu den touristischen Radrouten finden Sie unter folgendem Link:

Stadtradeln

Der Landkreis Göppingen nimmt seit 2016 jedes Jahr an dem internationalen STADTRADELN-Wettbewerb teil. Beim STADTRADELN geht es darum 21 Tage lang möglichst viele Alltags- und Freizeitwege klimafreundlich mit dem Fahrrad oder Pedelec zurückzulegen. Die Aktion richtet sich sowohl an Personen, die bereits täglich in die Pedale treten als auch an solche, die bisher eher selten mit dem Rad unterwegs sind. Jeder Kilometer zählt, egal ob es schnell zur Bäckerei um die Ecke geht, täglich der Weg zur Arbeit geradelt wird oder eine ausgiebige Radreise ansteht.

Die Aktion wird jährlich von dem gemeinnützigen Verein Klima-Bündnis e.V. organisiert und in vielen Kommunen deutschlandweit durchgeführt. Im Rahmen der Initiative RadKULTUR wird die Teilnahme der Kommunen durch das Land Baden-Württemberg gefördert.

Nähere Informationen finden Sie während des jährlichen Aktionszeitraums direkt auf der Seite von STADTRADELN

Fahrsicherheitstrainings

Der Landkreis Göppingen macht mit beim landesweiten Projekt „Radspaß – sicher e-biken“.

In kostenlosen Kursen kann das Fahren mit Pedelec oder E-Bike geübt werden. Die geschulten Trainerinnen und Trainer aus unserem Landkreis geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen an Interessierte weiter, um zu mehr Verkehrssicherheit und Spaß beim Radfahren beizutragen.

Die Kurse finden an verschiedenen Orten statt. Die nächsten Kurstermine finden Sie im Veranstaltungskalender.

Nähere Informationen gibt es direkt auf der Homepage von Radspaß - sicher e-biken.

Das Angebot des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) e.V. und Württembergischen Radsportverband (WRSV) e.V. wird durch das Verkehrsministerium Baden-Württemberg gefördert.

ADFC-Zertifikat "Fahrradfreundlicher Betrieb"

Am 30. September 2011 erhielt das Landratsamt Göppingen erstmalig durch Frau Dr. Gudrun Zühlke das Zertifikat als "Fahrradfreundlicher Betrieb" im Rahmen eines "Internen Radaktionstages". Um weiterhin sicherzustellen, dass an Verbesserungen der Radinfrastruktur gearbeitet wird, muss die Zertifizierung alle vier Jahre erneuert werden. Sie konnte in den Jahren 2014 und 2019 erneut ausgesprochen werden.

Die Maßnahmen, die zur Verbesserung der Situation für die Radfahrenden beitragen, umfassen das Einrichten von Duschräumen, die Bereitstellung neuer Radabstellanlagen, eine Stromtankstelle für Pedelecs sowie die Ernennung eines Radbeauftragten innerhalb des Amtes als Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema Fahrrad.

Radroutenplaner

Der Landkreis Göppingen ist darüber hinaus in die Radroutenplaner des VVS sowie dem landesweiten Radroutenplaner Baden-Württembergs integriert. Damit ist es möglich, sich zwischen Start und Ziel die optimale Route als Radfahrer berechnen zu lassen. Ebenso können Abschnitte mit Bus und/oder Bahn in der Streckenfindung berücksichtigt werden. Ein weiterer Vorteil beider Radroutenplaner ist die Integration der touristischen Radwanderrouten sowie weiterer Sehenswürdigkeiten.

Faltblattserie "Entspannt Mobil"

Sicherheit im Straßenverkehr ist besonders für Radfahrerinnen und Radfahrer ein wichtiges Thema. Daher hat der Landkreis Göppingen in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kreise und Kommunen Baden-Württemberg (AGFK-BW) eine Faltblattserie zu diesem Thema veröffentlicht. In sechs Faltblättern wird detailliert erläutert, wie man sich als Radfahrer/-in sicher bewegt. Dazu werden vorhandene Radwege und ihre Benutzung erklärt, sicheres Abbiegen dargestellt sowie Rechten und Pflichten von Radfahrerinnen und Radfahrern beschrieben. Gerade Kinder gelten als besonders schutzbedürftige Gruppe. Daher widmet sich ein Faltblatt konkret dem Thema "Kinder sicher unterwegs".

Fahrradreparaturstationen des ADFC

Dank der Initiative und des Engagements des ADFC-Kreisverbands gibt es im Landkreis Göppingen an mehreren Standorten Fahrradreparaturstationen. Die öffentlich zugänglichen Stationen bieten unkompliziert Unterstützung bei der Reparatur von kleineren Pannen am Fahrrad.

Die einzelnen Standorte sind auf einer Karte des ADFC dargestellt.

Weiterführende Links