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Eislingen im Fischsaurier-Fieber

Retrospektive auf die Jurameer-Ausstellung 2006

Zwischen dem 2. September und dem 12. November 2006 beherrschten urzeitliche Meereslebewesen in allen erdenklichen Größenordnungen und Formen die Stadthalle von Eislingen/Fils. Mit einer feierlichen Finissage und vielen Ehrengästen schloss die Ausstellung "In einem Meer vor unserer Zeit – Das Jurameer vor 181 Millionen Jahren“ in den Abendstunden des 12. Novembers nach zweiwöchiger Verlängerung endgültig ihre Tore.

Ausstellungsmacher wie Veranstalter konnten eine äußerst positive Bilanz ziehen, hatte die Jurameer-Schau doch 51.037 Besucher angelockt und in ihren Bann gezogen. Die Ausstellung wurde von der Stadt Eislingen, dem Landkreis Göppingen und der Eberhard Karls Universität Tübingen getragen. Hinter den Ausstellungsmachern Katja Bode, Reinhard Rademacher und Philipe Havlik lagen nicht allein zehn arbeitsintensive Ausstellungswochen, sondern mehr als zwei Jahre akribischer Arbeit, um diese Schau zu konzipieren, umzusetzen und ihr sozusagen das Leben einzuhauchen, das ihr schließlich eine derart hohe Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit beschert hat. Das gewaltige Interesse sowohl an den Ausgrabungen im Bereich der als Fischsaurierfriedhof Eislingen bekannt gewordenen Fossillagerstätte als auch an den zusätzlich präsentierten Funden aus den Beständen des Instituts für Geowissenschaften der Universität Tübingen , der Bayerischen Staatssammlungen und des Urwelt-Museums Hauff hat die Erwartungen der Ausstellungsmacher, Veranstalter, Förderer und Sponsoren nicht nur erfüllt, sondern auch übertroffen.

Besucher der Ausstellung vor dem Abbild eines Fischsauriers  Führung durch die Ausstellung

Professionelle Öffentlichkeitsarbeit

Es ist einer, man darf wohl sagen perfekten und vielfältigen Öffentlichkeitsarbeit zu verdanken, dass die Besucher nicht allein aus der unmittelbaren Umgebung, also aus der Region Göppingen, sondern aus allen Teilen der Bundesrepublik Deutschland und aus dem benachbarten Ausland anreisten. Hierbei hat es sich als richtig erwiesen, für den Marketingbereich die Firma MPS International zu betrauen. Mit diesem Schritt war es auch möglich, die Südwestpresse Ulm / Neue Württembergische Zeitung (NWZ) als Medienpartner zu gewinnen. Diese Medienpartnerschaft unter der Ägide von Rüdiger Gramsch, Mario Bayer und Helmut Hartmann hat in starkem Maße dazu beigetragen, dass der gesamte südwestdeutsche Raum auf die Ausstellung in Eislingen aufmerksam wurde.

Eine Hauptvoraussetzung für die Verwirklichung des Ausstellungsprojekts war selbstverständlich die eindrucksvolle und vielfältige Unterstützung durch Partner, Förderer, Sponsoren und Spender.

Das umfangreiche Rahmenprogramm zur Ausstellung wurde von den Besuchern in vollem Umfang angenommen. Vor allem der Klopfplatz für Kinder und eine kleine Ausgrabung am Originalfundplatz nahe der B10 fanden großen Zuspruch. Von vielen Besuchergruppen wurde auch die Möglichkeit wahrgenommen, den vom Förderverein Eislinger Saurierfunde e.V. betreuten Lehrpfad zu besuchen.

Klopfplatz für KinderDer informativ und professionell gestaltete Begleitband zurAusstellung fand großes Interesse bei den Besuchern, die sich auch vom außergewöhnlichen Ausstellungsdesign stark beeindruckt zeigten.

Die große Jurameer-Ausstellung des Jahres 2006 in der Eislinger Stadthalle hat Modellcharakter und darf als absolut gelungenes Beispiel für eine erfolgreiche Kulturarbeit auf kommunaler und regionaler Ebene, jedoch mit überregionaler Resonanz gewertet werden. Es wird deutlich, dass es durchaus möglich ist, nicht gerade alltägliche Themen wie die Erdwissenschaften auch außerhalb der typischen und bekannten Kulturzentren erfolgreich zu vermitteln und eine breite Öffentlichkeit zu animieren, sogar von weither anzureisen.

Die Stadt Eislingen und der Landkreis Göppingen haben hier ganz klar eine Vorreiterposition auch für die Kulturarbeit in anderen Städten und Landkreisen eingenommen. Die Entscheidung für diese Ausstellung war ein mutiger Schritt, der sich, wenn man die Besucherzahlen, die öffentliche Resonanz sowie die Bewertung durch Fachleute und Medien betrachtet, auf das Image und auf die Außenwirkung sowohl der Stadt Eislingen als auch des Landkreises Göppingen äußerst positiv auswirkt hat.

Die Ausstellung als Initialzündung für neue Projekte

Vorschau Plan Geologischer Lehrpfad EislingenDer geologisch-landschaftskundliche Lehrpfad "Jurameer und Mehr" hat über die Ausstellung hinaus einen dauerhaften Platz im Tourismuskonzept des Landkreises gefunden. Er wird in Zukunft sicherlich auch im Rahmen der Unterrichtsgestaltung an den Schulen eine wichtige Rolle spielen.

Informationen und Führungen: Förderverein Eislinger Fischsaurierfunde

www.foerderverein-eislinger-saurierfunde.de
Vergrößerung des Plans links (PDF) (160,8 KB)

Nach wie vor wird in Eislingen darüber nachgedacht, den Fischsaurierfriedhof mit seinen herausragenden Fossilfunden durch eine museale Dauerpräsentation zu würdigen. Denkbar wäre etwa eine paläontologische Abteilung in einem Stadtmuseum, das die Identifikation der Bürger mit ihrer Heimatstadt fördern und darüber hinaus auch Besucher von nah und fern anlocken würde. Zunächst jedoch entstand im Foyer der Stadthalle Eislingen mit einzelnen Ausstellungsobjekten wie dem 3-D-Modell eines Eurhinosauriers eine kleine Jurameer-Schau, die den interessierten Lehrpfadbegehern und Besuchern einen kleinen, aber dennoch feinen Eindruck zum Thema Fischsaurierfriedhof Eislingen vermittelt.

Der Begleitband zur Ausstellung eignet sich als Übersichtswerk zum Thema Jurameer und kann über das Kulturamt der Stadt Eislingen jederzeit bestellt werden.

Stadt Eislingen