Richtig lagern bei Sommerhitze
So bleiben Lebensmittel länger frisch

Wenn die Temperaturen im Sommer nach oben klettern, freuen wir uns über lange Abende und Sonnenschein. Für unsere Lebensmittel in der Küche bedeutet die Hitze allerdings puren Stress: Brot schimmelt schneller, die Milch wird sauer, und die mühsam geernteten oder eingekauften Erdbeeren bekommen im Handumdrehen weiche Stellen.Mit ein paar einfachen Kniffen und der richtigen Lagerung lässt sich die Haltbarkeit von Lebensmitteln im Sommer aber deutlich verlängern. Das schont den Geldbeutel und ist gelebte Lebensmittelrettung im Kleinen!
Moderner Kühlschrank? Auf die Verpackung kommt es an!
Viele moderne Kühlschränke besitzen mittlerweile Ventilatoren (Umluftkühlung), die die kalte Luft gleichmäßig im gesamten Innenraum verteilen. Wo genau Joghurt, Wurst oder Reste im Kühlschrank stehen, ist bei diesen Geräten also fast egal. Doch die ständige Luftzirkulation hat einen Haken: Lebensmittel trocknen schneller aus.
- Alles gut verpacken: Nutzen Sie im Sommer konsequent wiederverwendbare Boxen, Bienenwachstücher oder decken Sie Schüsseln mit einem Teller ab. Das schützt vor dem Austrocknen und verhindert, dass sich Gerüche übertragen.
- Ausnahme Gemüsefach: Die klassischen Schubladen ganz unten sind meistens von der direkten Luftzirkulation abgegrenzt. Hier herrscht die nötige Luftfeuchtigkeit, damit Blattsalate, Brokkoli, Beeren und Kirschen knackig bleiben.
Drei goldene Sommerregeln für die Küche
- Die Kühlkette nicht unterbrechen: Beim Einkauf im Sommer gilt: Die Kühltasche muss mit! Wer empfindliche Lebensmittel wie Joghurt, Fleisch oder Frischmilch ungeschützt im heißen Auto transportiert, riskiert, dass sich Bakterien explosionsartig vermehren. Da nützt dann auch der beste Kühlschrank zu Hause nichts mehr.
- Vorsicht bei Brot und Backwaren: Normalerweise gehört Brot nicht in den Kühlschrank, da es dort altbacken wird. Bei tropischen Temperaturen in der Küche schimmelt es im Brotkasten jedoch oft schon nach ein bis zwei Tagen. Unser Tipp: Schneiden Sie frisches Brot in Scheiben und frieren Sie es portionsweise ein. Die Scheiben lassen sich bei Bedarf einfach direkt im Toaster aufknuspern.
- Die „Exoten“ draußen lassen: Nicht alles mag die Kälte. Tomaten verlieren im Kühlschrank ihr Aroma, Bananen bekommen im Handumdrehen braune Flecken und Zitrusfrüchte vertragen die Kälte gar nicht. Lagern Sie diese Sorten stattdessen an einem schattigen, möglichst luftigen Ort in der Küche und kaufen Sie im Sommer lieber kleinere Mengen ein
Praktischer Tipp: Haben Sie gewusst, dass viele Obst- und Gemüsesorten nach der Ernte das Reifegas Ethylen ausscheiden? Besonders Tomaten, Äpfel und Bananen sind wahre „Gas-Fabriken“ und bringen benachbartes Gemüse (wie Gurken oder Salat) dazu, im sommerlichen Küchenklima blitzschnell zu welken. Lagern Sie diese Sorten im Sommer daher am besten immer etwas abseits!
Weiterführende Infos und einen praktischen Lagerungs-Guide für jede Jahreszeit finden Sie auch online bei der Initiative
„Zu gut für die Tonne!“
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