Suizidprävention bei Männern

Inhalt

"In der Bundesrepublik Deutschland nehmen sich täglich 22 Männer das Leben. Das entspricht zwei Fußballmannschaften", so Andreas Kadel – insgesamt sind es jedes Jahr ca. 7.000 Männer. Die Mehrheit von ihnen ist zwischen 45 und 60 Jahren alt.

Viele Männer quälen sich jahrelang mit dem Gedanken an Suizid. Sie tun es letztendlich zum Glück nicht. Sie erfahren diese Zeit allerdings als "tote Jahre" Sie werden rückblickend darüber sagen: "Ich habe in dieser Zeit nicht gelebt sondern nur funktioniert."

In einer Kombination aus Lesung und Vortrag stellt Andreas Kadel, Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen, dar, wie Männer durch Verlusterlebnisse und Verletzungen in eine Depression geraten können. Es entstehen dann oft Aggressionen, die sich zuerst gegen Andere, häufig auch gegen geliebte Bezugspersonen und schlussendlich gegen sich selber richten können.

Ziel dieses Vortrags ist es, Früherkennungszeichen möglichst vielen Menschen bekannt zu machen. So können erste Warnzeichen erkannt und Betroffene darauf angesprochen werden. Das Sprechen über mögliche Suizidgedanken und -vorhaben bedeutet für die Betroffenen oft eine große Entlastung.

Dauer

45 Minuten + anschließend Zeit für Fragen

Zielgruppen

  • Betroffene, sowie Angehörige und Freunde von Betroffenen;
  • Laien die grundsätzlich an dem Thema interessiert sind

Referent

Andreas Kadel

Herr Kadel ist Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen am Gesundheitsamt Göppingen und hat jahrzehntelange praktische Erfahrung als Amtsarzt.