Wichtiger Hinweis

Auf Grund von Corona-Schutzmaßnahmen kann das Landratsamt momentan nur nach vorheriger Terminvereinbarung betreten werden. Bitte beachten Sie unsere aktuellen Informationen zum Coronavirus auf unserer Corona-Infoseite.

Forstamt

Das Forstamt ist ihr Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Wald. Die Angebote für Privat- und Kommunalwaldbesitzende und die Überwachung der gesetzlichen Regelungen im Wald bilden dabei die Schwerpunkte.

Unsere Aufgaben

Der Landkreis Göppingen ist zu 35 Prozent bewaldet. Dies entspricht 22.400 Hektar Wald, der sich in etwa zu 42 Prozent in Privatbesitz, zu 31 Prozent in Gemeinde- und zu 27 Prozent in Landesbesitz befindet. Das Forstamt erfüllt auf dieser Fläche die folgenden Aufgaben:

  • Die Bewirtschaftung von Wald der Städte und Gemeinden im Landkreis in deren Auftrag
  • Die Beratung und Betreuung von privaten Waldbesitzenden
  • Holzverkauf für Privat- und Kommunalwaldbesitzende durch die kommunale Holzverkaufsstelle
  • Die Überwachung der gesetzlichen Regelungen für den Forstbereich

Neben den oben genannten Aufgabenbereichen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstamts im Naturschutz, in der Umweltbildung, bei Maßnahmen, die der Erholung im Wald dienen und im Bereich der erneuerbaren Energien aktiv. Bei der Bewirtschaftung der Wälder werden die besonderen Funktion des Waldes für den Menschen und die Tier- und Pflanzenwelt berücksichtigt. Dabei ist die Einhaltung der Nachhaltigkeit stets das oberste Prinzip des wirtschaftlichen Handelns im Wald.

Themenbereiche

Aktuelles

Die Holzerntesaison 2020/21 beginnt im Landkreis Göppingen

Waldweg, der aufgrund Baumfällungen mit Plane verperrt ist
Gesperrter Weg aufgrund Baumfällarbeiten, Quelle Landratsamt

Wie jedes Jahr im Herbst startet mit dem Laubfall der Bäume die Holzerntesaison. So werden in den kommenden Wochen und Monaten wieder vermehrt Waldarbeitende und Holzerntemaschinen im Wald sein, um den Rohstoff Holz zu ernten.
Das Forstamt bittet deshalb alle Waldbesuchenden um Verständnis: durch die Holzernte und Holzlagerung kann es zeitweise zu Sperrungen sowie Umleitungen von Waldwegen kommen und somit zu Einschränkungen des Waldbesuchs. Gleichzeitig sollten die Absperrungen und eingerichteten Umleitungen im Interesse der eigenen Gesundheit unbedingt beachtet werden, denn bei Missachtung kann es zu gefährlichen Situationen für Leib und Leben kommen. Auch wenn gerade keine Motorsäge zu hören ist, bedeutet es nicht, dass am Hiebsort keine Gefahr mehr besteht. Es können durchaus noch angebrochene Äste herunterfallen.
Wenn ein gefahrloses Betreten wieder gewährleistet ist, werden die Absperrungen umgehend abgebaut und der Wald für Besucherinnen und Besucher wieder geöffnet.
Zur Sicherstellung der Zugänglichkeit für Rettungsfahrzeuge und zur problemlosen Abfuhr des Holzes ist es daher auch besonders wichtig, dass die Waldwege nicht durch parkende Autos blockiert sind. Bitte parken Sie deswegen nicht auf Waldwegen oder im Bereich der Einmündung zur Straße.

Weitere Informationen können Sie auch dem Bericht der Filstalwelle entnehmen.

Bund unterstützt Waldbesitzende mit 500 Millionen Euro

Extremwetterereignisse haben den Wäldern mit Dürre, Sturm und Schädlingen auch in diesem Jahr wieder stark zugesetzt. Waldbesitzende stehen damit das dritte Jahr in Folge vor großen Herausforderungen bei der Waldbewirtschaftung.
In dieser Krisensituation hat die Bundesregierung als Teil des Corona-Konjunkturpakets zwei forstliche Förderprogramme auf den Weg gebracht. Dabei handelt es sich um die flächenbezogene „Nachhaltigkeitsprämie Wald“ mit einem Gesamtvolumen von bundesweit 500 Mio. Euro sowie dem „Investitionsprogramm Wald“ mit einer zusätzlichen Mittelausstattung in Höhe von insgesamt 50 Mio. Euro.
 
Die „Nachhaltigkeitsprämie Wald“ kann von privaten und kommunalen Waldbesitzenden beantragt werden. Voraussetzung für den Erhalt der Prämie ist eine Zertifizierung der Waldfläche nach PEFC oder FSC und eine Flächengröße von über einem Hektar Wald. Die Förderung beträgt 100 Euro je Hektar bei PEFC-Zertifizierung und 120 Euro je Hektar bei FSC-Zertifizierung. Die Zertifizierung kann bis Ende September 2021 nachgereicht werden. Förderanträge werden nur von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) entgegengenommen unter www.bundeswaldpraemie.de. Die Anträge können bis zum 30.10.2021 gestellt werden. Die Fachagentur steht auch als Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung. Im Antragsverfahren ist für Privatwaldbesitzende ein Eigentumsnachweis für die Waldfläche in Form des letzten Beitragsbescheids der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft vorgesehen. Die Auszahlung der Prämie muss bis Ende 2021 abgeschlossen sein, da es sich um Mittel aus dem Corona-Konjunkturprogramm handelt.

Weitere Informationen

Angebote für Waldbesitzende

  • Holzernte- und Verkauf
    Holz ist unser wichtigstes Produkt - gewonnen in naturnahen Wäldern, die nachhaltig und pfleglich bewirtschaftet werden.
    Das anfallende Holz von Kommunal- und Privatwaldbesitzenden können über die Holzverkaufsstelle Göppingen vermarktet werden. Verkauft werden alle Sortimente, vom Brennholz über Industrieholz und Stammholz bis hin zum wertvollen Furnierholz, welches jährlich auf der Göppinger Wertholzsubmission versteigert wird.
  • Forstliche Beratung
    Für die Privatwaldbesitzende bieten wir kostenlose, forstliche Beratung zu Themen wie Durchforstung, Pflanzung und Kulturpflege an.
  • Waldbetreuung
    Verschiedene Tätigkeiten können im Rahmen der fallweisen Betreuung zu entsprechenden Kostenbeiträgen in Anspruch genommen werden. Die fallweise Betreuung wird vom Land gefördert. Dem Waldbesitzenden bleiben Kosten von 16,50 € je Stunde plus Mehrwertsteuer.
    Die Waldbetreuung kann auch dauerhaft auf vertraglicher Grundlage an das Forstamt übertragen werden. Der Waldinspektionsvertrag umfasst die jährliche Überprüfung und Dokumentation des Waldzustandes. Notwendige Forstarbeiten werden dem Waldbesitzenden vorgeschlagen und können dann nach der jeweiligen Einwilligung durchgeführt werden.
    Weitere Informationen zur Privatwaldbetreuung können Sie den Erklärfilmen auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz entnehmen.
  • Finanzielle Förderung
    Finanzielle Förderung wird als Zuschuss zu forstlichen Maßnahmen und Projekten als Einkommenshilfe oder als Ausgleichszahlung gewährt. Die Förderungsbestimmungen ändern sich laufend (Regelungen auf Ebene von EU, Bund und Land), daher können Sie die aktuellen Förderhinweise im Forstamt und bei den Revieren erfragen oder online über den Förderwegweiser des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz abrufen.

Brennholz

  • Brennholz
    Informationen zu Brennholzverkauf, Versteigerungstermine, Rettungsplan u. a.
    Brennholz
  • Energieholz
    Allgemeines zum Thema "Heizen mit Holz" und aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Landkreis
    Energieholz

Veranstaltungen; Waldpädagogik und Führungen

Das Verständnis des Menschen für den Wald und die ökologischen Zusammenhänge ist uns wichtig. Durch Waldführungen und Öffentlichkeitsarbeit möchten wir der Bevölkerung den Zugang zur Natur öffnen und sie für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen sensibilisieren.
Im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ werden von Revierleitern speziell für Schulen und Kindergärten waldpädagogische Veranstaltungen mit individuell wählbarer Zielsetzung angeboten. Über das Forstamt oder die Forstrevierleiter erhalten Sie nähere Informationen.
Hinweise zu weiteren forstlichen Veranstaltungen finden Sie auch im Veranstaltungskalender des Landratsamtes.
Veranstaltungskalender

Gefahren im Wald

Im Wald suchen wir gerne Erholung und Entspannung vom Alltag, sei es beim Spazierengehen, Wandern, Reiten oder Radfahren. Allerdings ist der Aufenthalt im Wald nicht zu jeder Zeit unbedingt gefahrlos möglich.
Vom Frühjahr bis Herbst lauern die Zecken im Gras und an Sträuchern, die schwere Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen können.
An Eichen kommt der Eichenprozessionsspinner vor. Eine Raupe, deren Haare auf der Haut stark juckende allergische Reaktionen auslösen können.
In Hütten, Unterständen oder Holzbeigen kann man sich mit dem Hantavirus infizieren, der durch den Speichel, Urin und Kot von Rötelmäusen verbreitet wird.

Gefahr droht auch von oben aus dem Kronenraum. Insbesondere wenn man noch bei stürmischem Wetter im Wald unterwegs ist, besteht immer die Gefahr von herabstürzenden Ästen oder Kronenteilen getroffen zu werden. Dies kann auch im Winter bei Nassschnee der Fall sein.
Riskant ist es auch die Sperrungen und Hinweise der Waldbesitzer und des Forstpersonals bei Holzerntemaßnahmen zu missachten und die gesperrten Bereiche zu betreten. Gefahr lauert nicht nur wenn man die Motorsäge hört. Auch wenn es ruhig ist können durchaus noch Äste herabfallen, welche im Zuge der Holzernte in den Kronen hängen geblieben sind oder angeschobene Bäume umstürzen. Beachten Sie deshalb bitte die Hinweise des Forstamtes in der Tagespresse, halten Sie sich an Absperrungen und meiden Sie den Wald an windreichen Tagen.

Verhalten im Notfall und bei Unfällen im Wald

Notruf 112
Hier finden Sie eine Übersicht der Rettungspunkte aus ganz Deutschland.

Bitte durchgeben:

  1. Wo ist der Unfall?
  2. Was ist geschehen?
  3. Wie viele Verletzte?
  4. Welche Verletzungen?
  5. Wer ruft an?

Sehr hilfreich ist zudem die App „Hilfe im Wald“. Diese App zeigt mittels GPS des Smartphones den eigenen Standort und den nächstgelegenen Rettungspunkt an. Im Falle eines Notfalls können Rettungskräfte schnell den nächstgelegenen Rettungspunkt aufsuchen.
Hilfeleistung sind ohne lange und komplizierte Wegbeschreibungen möglich. Diese kostenlose App kann in den gängigen App-Stores heruntergeladen werden.

Informationen zum Waldschutz

Datenschutz

Ihre Daten sind uns wichtig, deshalb gehen wir verantwortungsvoll mit ihren personenbezogenen Daten um.
Unsere Datenschutzbestimmungen (99,3 KB) können Sie hier einsehen.

Weiterführende Links

Wenn Sie sich allgemein über Wald und Forstwirtschaft informieren wollen, empfehlen wir Ihnen folgende Internetseiten: