Forstamt

Das Forstamt ist ihr Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Wald.
Die Bewirtschaftung des Staatswaldes, die Angebote für Privat- und Kommunalwaldbesitzer und die Überwachung der gesetzlichen Regelungen im Wald bilden dabei die Schwerpunkte.

Unsere Aufgaben

Der Landkreis Göppingen ist zu 35 Prozent bewaldet. Dies entspricht 22.400 Hektar Wald, der sich in etwa zu 42 Prozent in Privatbesitz, zu 31 Prozent in Gemeinde- und zu 27 Prozent in Landesbesitz befindet. Das Forstamt erfüllt auf dieser Fläche die folgenden Aufgaben:

  • Die Bewirtschaftung des Waldes des Landes Baden-Württemberg
  • Die Bewirtschaftung von Wald der Städte und Gemeinden im Landkreis in deren Auftrag
  • Die Beratung und Betreuung von privaten Waldbesitzern
  • Vermarktung des geernteten Holzes
  • Die Überwachung der gesetzlichen Regelungen für den Forstbereich

Neben den oben genannten Aufgabenbereichen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstamts im Naturschutz, in der Umweltbildung, bei Maßnahmen, die der Erholung im Wald dienen und im Bereich der erneuerbaren Energien aktiv. Bei der Bewirtschaftung der Wälder werden die besonderen Funktion des Waldes für den Menschen und die Tier- und Pflanzenwelt berücksichtigt. Dabei ist die Einhaltung der Nachhaltigkeit stets das oberste Prinzip des wirtschaftlichen Handelns im Wald.

Themenbereiche

Aktuelles

Neu strukturierter Nadelholzverkauf am Landratsamt Göppingen

Ab 1. September wird im Landkreis Göppingen der Nadelholzverkauf für kommunale und private Waldbesitzer mit einer Fläche größer 100 ha an die neu gegründete Holzverkaufsstelle Landkreis Göppingen übergeben. Hintergrund  für die zusätzliche Holzverkaufsstelle ist das Kartellverbot für den bisherigen gebündelten Nadelholzverkauf  aus Kommunal-, Privat- und Staatswald durch das Forstamt. Um den größeren kommunalen und privaten Waldbesitzern auch weiterhin die Möglichkeit bieten zu können ihr Nadelholz kartellrechtskonform über den Landkreis vermarkten zu können wurde eine eigenständige Holzverkaufsstelle eingerichtet.


Die Holzverkaufsstelle Landkreis Göppingen wird geleitet durch Herrn Wolfgang Stegmaier und ist beim  Amt für Finanzen und Beteiligungen im Dezernat 3 eingegliedert.

Der Laubholzverkauf  sowie der Nadelholzverkauf für den Staatswald und Waldbesitzer kleiner 100 ha erfolgt in gewohnter Form am Forstamt Göppingen.

Kontakt:

Holzverkaufsstelle Landkreis Göppingen
Gartenstraße 13
73312 Geislingen an der Steige
Tel.1: 07331 304-284
Tel.2: 07331 304-285
Fax:   07331 / 304 286
E-Mail

Weitere Informationen:


Angebote für Waldbesitzer

  • Holzernte- und Verkauf
    Holz ist unser wichtigstes Produkt - gewonnen in naturnahen Wäldern, die nachhaltig und pfleglich nach den Standards der Zertifikate von PEFC und FSC bewirtschaftet werden.
    Alle Holzsortimente werden vom Forstamt vermarktet, vom Brennholz über Industrieholz und Stammholz bis hin zum wertvollen Furnierholz, welches jährlich auf der Göppinger Wertholzsubmission versteigert wird.
  • Pflanzungen und Waldpflege
    Wir sind zuständig für den Aufbau und die Pflege stabiler, qualitativ hochwertiger Waldbestände. Von der Pflanzung und der Kultursicherung über die Jungbestandspflege und die Durchforstung sorgen wir für optimale Wachstumsbedingungen.
  • Forstliche Beratung
    Für den Privatwaldbesitzer bieten wir kostenlose, forstliche Beratung zu Themen wie Durchforstung, Pflanzung und Kulturpflege an.
  • Waldbetreuung
    Verschiedene Tätigkeiten können im Rahmen der fallweisen Betreuung zu entsprechenden Kostenbeiträgen in Anspruch genommen werden. Die jeweiligen Beträge für die einzelnen Leistungen haben wir Ihnen in einem Leistungsverzeichnis zusammengestellt.
    Die Waldbetreuung kann auch dauerhaft auf vertraglicher Grundlage an das Forstamt übertragen werden. Der Waldinspektionsvertrag umfasst die jährliche Überprüfung und Dokumentation des Waldzustandes. Notwendige Forstarbeiten werden dem Waldbesitzer vorgeschlagen und können dann nach seiner Einwilligung durchgeführt werden. Der Kostensatz liegt hierfür bei 5,00 Euro pro Hektar und Jahr. Für größere Privatwälder (> 30 ha) können die Inhalte der ständigen Betreuung betriebsindividuell festgelegt werden.
    Leistungsverzeichnis Privatwaldbetreuung (11,2 KB)
  • Finanzielle Förderung
    Finanzielle Förderung wird als Zuschuss zu forstlichen Maßnahmen und Projekten, als Einkommenshilfe oder als Ausgleichszahlung gewährt. Die Förderungsbestimmungen ändern sich laufend (Regelungen auf Ebene von EU, Bund und Land), daher können Sie die aktuellen Förderhinweise im Forstamt und bei den Revieren erfragen.

Brennholz

  • Brennholz
    Informationen zu Brennholzverkauf, Versteigerungstermine, Motorsägenlehrgänge, Rettungsplan u. a.
    Brennholz

  • Energieholz
    Allgemeines zum Thema "Heizen mit Holz" und aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Landkreis
    Energieholz

Jagd- und Wildbret

  • Jagdmöglichkeiten
    Wir bewirtschaften etwa 4.000 Hektar Jagdfläche in eigener Regie. Ziel der Regiejagd ist die Erhaltung eines gesunden und vielfältigen Wildbestandes, der an den Lebensraum angepasst ist und eine artenreiche Waldverjüngung ermöglicht. Auf der Regiejagd bieten wir Privatjägern vielfältige Jagdmöglichkeiten an. Interessenten können sich für weitere Informationen an das Forstamt wenden.
  • Wildbretverkauf
    Wildbret ist ein besonders wohlschmeckendes Fleisch, das sich durch einen niedrigen Fett- und Cholesterinanteil auszeichnet und einen hohen Gehalt an Eiweiß, Eisen, Vitaminen und Mineralstoffen aufweist. Der vorzügliche Fleischgeschmack ist durch die natürliche Lebensweise des Wildes unverwechselbar.
    Grundsätzlich kann Wildbret das ganze Jahr über erworben werden, wird aber verstärkt zwischen November und Januar angeboten.
Wildbretpreise
Gewicht Rehwild
(Preis pro kg)
Wildschwein
(Preis pro kg)
bis 9 kg 5,50 Euro * -
ab 9 kg 7,00 Euro * -
bis 50 kg - 5,00 Euro *

* inkl. 7 Prozent Mehrwertsteuer
* Mindestabnahmemenge: 1 ganzes Reh oder Schwein
* Gewogen und verkauft wird das erlegte und ausgenommene
   Reh/Schwein in der Decke/Schwarte, d. h. mit Haut und Haaren.
   Das Gewicht liegt beim Reh zwischen 8 und 18 kg und beim
   Wildschwein zwischen 10 und 60 kg.

Nach vorheriger Absprache kann gegen eine entsprechende Aufwandsentschädigung, Wildbret auch küchenfertig erworben werden.


Forstliche Aus- und Fortbildung

  • Ausbildung
    Das Forstamt bildet Nachwuchskräfte im höheren und gehobenen Forstdienst im Rahmen des Traineeprogramms von ForstBW aus.
    Am Forstlichen Stützpunkt Bad Boll bieten wir jährlich bis zu 4 Ausbildungsplätze für den staatlich anerkannten Ausbildungsberuf „Forstwirt / Forstwirtin“ an. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Hauptamtes.
  • Fortbildung/Motorsägenlehrgang
    Qualifizierte Aus- und Fortbildung sind die Basis für eine fachkundige und sichere Arbeit im Wald. Deshalb bieten wir am forstlichen Stützpunkt Bad Boll Motorsägenlehrgänge an.
    Waldbauliche Fortbildungen für Privatwaldbesitzer bieten die einzelnen Forstreviere an.
    Darüber hinaus führen auch die Forstlichen Bildungszentren in Karlsruhe und Königsbronn verschiedene Lehrgänge für Privatwaldbesitzer durch.

Veranstaltungen; Waldpädagogik und Führungen

Das Verständnis des Menschen für den Wald und die ökologischen Zusammenhänge ist uns wichtig. Durch Waldführungen und Öffentlichkeitsarbeit möchten wir der Bevölkerung den Zugang zur Natur öffnen und sie für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen sensibilisieren.
Im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ werden von Revierleitern speziell für Schulen und Kindergärten waldpädagogische Veranstaltungen mit individuell wählbarer Zielsetzung angeboten. Über das Forstamt oder die Forstrevierleiter erhalten Sie nähere Informationen.
Hinweise zu weiteren forstlichen Veranstaltungen finden Sie auch im Veranstaltungskalender des Landratsamtes.
Veranstaltungskalender


Gefahren im Wald

Im Wald suchen wir gerne Erholung und Entspannung vom Alltag, sei es beim Spazierengehen, Wandern, Reiten oder Radfahren. Allerdings ist der Aufenthalt im Wald nicht zu jeder Zeit unbedingt gefahrlos möglich.
Vom Frühjahr bis Herbst lauern die Zecken im Gras und an Sträuchern, die schwere Krankheiten wie Hirnhautentzündung oder Borreliose übertragen.
In Eichenwäldern begegnet uns der Eichenprozessionsspinner. Eine Raupe, deren Haare auf der Haut stark juckende allergische Reaktionen auslösen können.
In Hütten, Unterständen oder Holzbeigen kann man sich mit dem Hantavirus infizieren, der durch den Urin von Mäusen verbreitet wird.

Gefahr droht auch von oben aus dem Kronenraum. Insbesondere wenn man noch bei stürmischem Wetter im Wald unterwegs ist, besteht immer die Gefahr von herabstürzenden Ästen oder Kronenteilen getroffen zu werden. Dies kann auch im Winter bei Nassschnee der Fall sein.
Riskant ist es auch die Sperrungen und Hinweise der Waldbesitzer und des Forstpersonals bei Holzerntemaßnahmen zu missachten und die gesperrten Bereiche zu betreten. Gefahr lauert nicht nur wenn man die Motorsäge hört. Auch wenn es ruhig ist können durchaus noch Äste herabfallen, welche im Zuge der Holzernte in den Kronen hängen geblieben sind oder angeschobene Bäume umstürzen. Beachten Sie deshalb bitte die Hinweise des Forstamtes in der Tagespresse.


Informationen zum Waldschutz

Aktuelles zum Borkenkäfer


Weiterführende Links

Wenn Sie sich allgemein über Wald und Forstwirtschaft informieren wollen, empfehlen wir Ihnen folgende Internetseiten: