Wichtige Hinweise

Corona - Aktuelle Regelungen:
Es gelten im Landkreis Göppingen die Regeln der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg.

Ihr Besuch im Landratsamt:
Auf Grund von Corona-Schutzmaßnahmen kann das Landratsamt momentan nur nach vorheriger Terminvereinbarung, 3G-Nachweis und mit FFP2-, KN95- bzw. N95-Masken betreten werden. Bitte beachten Sie unsere aktuellen Informationen zum Coronavirus auf unserer Corona-Infoseite.

Warum impfen?

Auf dieser Seite informieren wir Sie über die Corona-Schutzimpfung.

Impfen schützt nachweislich vor einem schweren Verlauf der Coronavirus-Erkrankung (Covid-19). Eine Impfung gegen das Coronavirus trägt zur Entlastung des Gesundheitswesens bei. Das Impfen ist ein wichtiger Pfeiler in der Pandemiebekämpfung und ein solidarischer Akt für das Miteinander in unserer Gesellschaft.

Weil aber auch Geimpfte das Virus weitergeben können, gelten die Basisregeln weiterhin: Abstand, Hygiene, FFP2-Maske, Lüften und Nutzung der Corona Warn App. Alleine unser Verhalten kann die Verbreitung des Virus eindämmen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) und Fakten zur Wirksamkeit der Coronaimpfung finden Sie beim Robert Koch-Institut (RKI).
Alle Impfnebenwirkungen im Zusammenhang mit der Coronaimpfung werden durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) im Sicherheitsbericht Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor COVID-19 seit Beginn der Impfkampagne dokumentiert.

Immunsystem und Wirkweisen der Impfstoffe

Immunsystem: Wie wirkt eine Corona-Impfung?

Trotz ihrer Unterschiedlichkeit ist das Grundprinzip, wie die Impfungen vor dem Coronavirus schützen, gleich: Dem Immunsystem wird ein bestimmter Bestandteil des Coronavirus SARS-CoV-2, das sogenannte Antigen (Spike-Proteine), präsentiert. Dagegen bildet das Immunsystem in der Folge Antikörper/eine Immunantwort und entwickelt damit einen Schutz gegen das Virus.

Die beiden m-RNA Impfstoffe (Comirnaty von BioNTech/Pfizer und Spikevax von Moderna) sowie die vektorbasierten Impfstoffe (Vaxzevria von AstraZeneca und COVID-19 Vaccine Janssen von Janssen-Cilag International (Johnson&Johnson)) gehören zu den genbasierten Impfstoffen, die zum Ziel haben, dass der menschliche Körper selbst Spike-Proteine herstellen kann. Dagegen enthält der proteinbasierte Impfstoff Nuvaxovid direkt die Spike-Proteinbestandteile des Coronavirus SARS-CoV-2 (Antigene).

Proteinbasierter (virus-ähnlicher Partikel-) Impfstoff

Am 20.12.2021 hat der erste proteinbasierte Impfstoff Nuvaxovid von Novavax eine Zulassung für Europa erhalten. Noch gibt es keine Impfempfehlung der STIKO (Ständige Impfkommission) und in Deutschland ist er derzeit noch nicht verfügbar. Dieser Impfstoff enthält direkt die Spike-Proteinbestandteile des Coronavirus SARS-CoV-2 (Antigene), gegen die der Immunschutz aufgebaut werden soll. Der menschliche Körper produziert sie also nicht selbst. Die Proteinbestandteile werden biotechnologisch herstellt und gereinigt. Im menschlichen Körper lagern sich die geimpften Spike-Protein-Bestandteile spontan zusammen und bilden Partikel, die strukturell Viren ähneln – daher der Name virusähnliche Partikel oder virus-like particles (VLP). Ähnliche Herstellungsverfahren werden bereits für andere zugelassene Impfstoffe angewendet, wie beispielsweise bei einem Impfstoff gegen Grippe und einem Impfstoff gegen humane Papillomviren (HPV). Um eine ausreichend gute Immunantwort zu erzeugen, werden VLP-Impfstoffe mit einem Wirkverstärker (Adjuvans) versetzt.

Der Impfstoff von Novavax ist ab einem Alter von 18 Jahren zugelassen.

m-RNA-Impfstoff

Der Impfstoff basiert auf der messengerRNA (m-RNA) des Corona-Spike-Proteins. Die m-RNA ist ein Bote, der den Bauplan für das Spike-Protein übermitteln kann. Für den Impfstoff wird die mRNA in eine Fetthülle gepackt. Diese schützt und unterstützt beim Eindringen der m-RNA in die menschlichen Zellen nach der Impfung. Im Plasma der menschlichen Zelle können dann mithilfe des Bauplanes (m-RNA) Spike-Proteine hergestellt werden – nicht aber das gesamte Virus. Das menschliche Immunsystem erkennt die Spike-Proteine als Fremdkörper und reagiert darauf mit einer Immunantwort, an der unterschiedliche Arten von Abwehrzellen beteiligt sind. Das Immunsystem „merkt“ sich das Aussehen der Spike-Proteine, es bildet Antikörper, erkennt das Virus nun bei einer echten Corona-Infektion und kann sofort mit der Bekämpfung beginnen.
 
Der Impfstoff von BioNTech ist ab einem Alter von 12 Jahren in der Erwachsenendosierung sowie für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren in einer geringeren Dosierung (1/3 der Erwachsenendosierung) zugelassen. Der Impfstoff von Moderna ist ab einem Alter von 12 Jahren zugelassen.

Vektorbasierter Impfstoff

Bei diesem Impfstofftyp wird ein Virus als Transportmittel für das in den menschlichen Körper einzuschleusende Genmaterial (DNA der Spike-Proteine) eingesetzt. Die Transportviren (sog. Vektoren) können nicht krankmachen, docken aber an menschlichen Zellen an und entlassen ihre genetische Information, einschließlich des Original-Spike-Protein-Antigenbauplans, ins Innere. Daraufhin produziert die Zelle die Erreger-Spike-Proteine, die vom Immunsystem als Fremdkörper erkannt werden und nun wird nach dem gleichen Prinzip wie bei den m-RNA-Impfstoffen eine Immunantwort ausgelöst.
 
Die Impfstoffe von AstraZeneca und von Johnson & Johnson sind ab einem Alter von 18 Jahren zugelassen.

Weitere Informationen zu den Impfstoffen gegen Covid-19 finden Sie auf der Informationswebseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Hinweis:

  • Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen COVID-19 für alle Personen ab 12 Jahren. Für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren wird die Impfung bei Vorerkrankungen oder Kontakt zu Risikogruppen empfohlen.
  • Auf Wunsch der Kinder/Eltern/Sorgeberechtigten können auch Kinder ohne Vorerkrankungen nach ärztlicher Aufklärung geimpft werden.
  • Für Personen unter 30 Jahren sowie für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel empfiehlt die STIKO ausschließlich die Impfung mit BioNTech/Pfizer.
  • Die Anwendung der beiden vektorbasierten Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson wird von der STIKO ab einem Alter von 60 Jahren empfohlen.

Welche Impfstoffe sind zugelassen?

In der Europäischen Union und damit auch in Deutschland sind derzeit zugelassen:

  • mRNA-Impfstoffe Comirnaty® von BioNTech/Pfizer und Spikevax® von Moderna
  • Vektorimpfstoffe Vaxzevria® von AstraZeneca und COVID-19 Vaccine Janssen® von Janssen-Cilag International/Johnson & Johnson
  • proteinbasierter VLP-Impfstoff Nuvaxovid® von Novavax

Hinweis: In Deutschland und der EU werden nur Impfungen mit einem dieser aufgeführten Impfstoffe anerkannt.

Fragen zur Entwicklung und Zulassung von Impfstoffen beantwortet das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ausführlich.

Impfschema

Wie sollte gegen COVID-19 geimpft werden?

Eine tabellarische Übersicht zum empfohlenen Impfschema (Grundimmunisierung und Auffrischimpfung) finden Sie in Tabelle 1 des Epidemiologischen Bulletins des RKI (2/2022).

Grundimmunisierung

Für eine Grundimmunisierung mit den mRNA-Impfstoffen von BioNTech/Pfizer (Comirnaty) und Moderna (Spikevax) und dem vektorbasierten Impfstoff von AstraZeneca (Vaxzevria) sind jeweils zwei Impfstoffdosen notwendig.
 
Für den vektorbasierten COVID-19-Impfstoff Janssen von Janssen-Cilag International (Johnson & Johnson) sind zwei Impfstoffdosen zur Grundimmunisierung erforderlich. 
Personen, die bisher eine Dosis COVID-19-Impfstoff Johnson & Johnson erhalten haben, benötigen zur Optimierung der Grundimmunisierung eine zweite Impfstoffdosis mit einem mRNA-Impfstoff in einem Mindestabstand von 4 Wochen zur ersten Impfstoffdosis (Neu).

Die Grundimmunisierung von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren soll mit 2 Dosen des mRNA-basierten Kinderimpfstoffs Comirnaty in reduzierter Dosierung (10 µg) im Abstand von 3-6 Wochen erfolgen.
 
Hinweis: Die STIKO empfiehlt allen Personen ≥ 12 Jahre mindestens 3 Monate nach erfolgter Grundimmunisierung eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff. Die STIKO empfiehlt allen Personen unter 30 Jahren und Schwangeren unabhängig von ihrem Alter die Impfung ausschließlich mit BioNTech (Comirnaty) durchzuführen. Dies betrifft sowohl die Grundimmunisierung als auch die Auffrischimpfung und die Optimierung der Grundimmunisierung in dieser Altersgruppe.

Weitere Informationen zur Durchführung der COVID-19-Impfung finden Sie auf der Seite des Robert Koch-Instituts.

Impfungen für Kinder und Jugendliche

BioNTech (Comirnaty) ist ab einem Alter von 12 Jahren in der Erwachsenendosierung sowie in einer geringeren Dosierung (ein Drittel der Erwachsenendosierung) für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren zugelassen.
 
Kinder und Jugendliche können in Praxen beispielsweise von niedergelassenen Kinder-, Jugend- und Hausärztinnen und -ärzten geimpft werden.

Hinweis: Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen COVID-19 für alle Personen ab 12 Jahren. Für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren wird die Impfung bei Vorerkrankungen oder Kontakt zu Risikogruppen empfohlen. Nach individuellem Wunsch der Kinder und Eltern bzw. Sorgeberechtigten können auch 5- bis 11-jährige Kinder ohne Vorerkrankung nach entsprechender ärztlicher Aufklärung geimpft werden.

Weitere Informationen zur Corona-Schutzimpfung bei Kindern und Jugendlichen finden Sie auf der Informationswebseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Wie sollten Personen geimpft werden, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion hatten?

Personen, die nach der 1. Impfstoffdosis eine gesicherte SARS-CoV-2-Infektion im Abstand von unter 4 Wochen zur vorangegangenen Impfung hatten, erhalten im Rahmen der Grundimmunisierung eine 2. Impfstoffdosis mit einem Abstand ab 3 Monaten zur Infektion.
 
Hinweis: Bei serologischem Nachweis der SARS-CoV-2-Infektion ist die Gabe einer Impfstoffdosis auch hier bereits im Abstand von 4 Wochen zur Labordiagnose möglich.
 
Ist die SARS-CoV-2-Infektion in einem Abstand von 4 oder mehr Wochen zur vorangegangenen 1-maligen Impfung aufgetreten, ist keine weitere Impfung zur Grundimmunisierung notwendig.

Auffrischimpfung („Booster“)

  • Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht und danach eine Impfstoffdosis erhalten haben, um den Immunschutz zu verbessern, sollen in einem Abstand von mindestens 3 Monaten nach der vorangegangenen Impfung eine Auffrischimpfung erhalten.
  • Personen, die nach COVID-19-Impfung (unabhängig von der Anzahl der Impfstoffdosen) eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollen im Abstand von mindestens 3 Monaten nach Infektion ebenfalls eine Auffrischimpfung erhalten.

Was ist (k)ein Impfdurchbruch?

Nach dem Robert Koch-Institut (RKI) liegt ein Impfdurchbruch vor, wenn bei einer vollständig geimpften Person eine PCR-bestätigte SARS-CoV-2-Infektion mit Symptomatik festgestellt wird. Im Sinne dieser Definition gelten Personen als vollständig geimpft, wenn nach der letzten erforderlichen Impfstoffdosis 14 Tage vergangen sind. Ein Impfdurchbruch würde also vorliegen, wenn eine Person, die vor einigen Monaten ihre zweite Impfung erhalten hat, sich nun mit SARS-CoV-2 ansteckt (positiver PCR-Test) und beispielsweise Halsschmerzen und Fieber entwickelt.

Davon abzugrenzen sind asymptomatische Verläufe unter vollständig Geimpften, also von PCR-positiven Personen, die keinerlei Symptome zeigen. Diese gelten nicht als Impfdurchbrüche.

Anerkennung ausländischer Impfstoffe in Europa & Deutschland

Anerkennung ausländischer Impfstoffe in Europa & Deutschland

Im Ausland zugelassene Versionen der EU-zugelassenen Impfstoffe (Original- oder Lizenzproduktionen) stehen den genannten EU-zugelassenen Impfstoffen für den Nachweis des Impfschutzes gleich. Zur näheren Information wird auf die Liste der Zulassungen und Impfstoffproduktnamen in Drittstaaten (außerhalb EU und EWR) verwiesen.

Hinweis: Die Liste dient der Information und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Der Nachweis eines vollständigen Impfschutzes mit einem anerkannten EU-zugelassenen Impfstoff im Sinne der Coronavirus-Einreiseverordnung obliegt der einreisewilligen Person.

Fragen zur Corona-Impfung werden auch unter der Telefonnummer 116 117 beantwortet. Impfmöglichkeiten im Kreis Göppingen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene finden Sie auf der Seite Coronaimpfungen.