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Radschnellweg im Filstal startet in Planungsphase

Förderzusage durch Bund und Land in Höhe von 3,6 Millionen Euro

Pressemitteilung 18.03.2021 – Die Planung des Radschnellwegs im Filstal nimmt nun Fahrt auf. Der Landkreis Göppingen erhielt die erwartete Zusage von Finanzhilfen durch Bund und Land in Höhe von 3,6 Millionen Euro für die Planung des Radschnellwegs im Filstal.

„Radschnellverbindungen bilden einen wichtigen Baustein in Richtung einer fahrrad- und klimafreundlichen Mobilitätskultur im Land. Neben der Planung und Umsetzung unserer drei Pilotstrecken unterstützen wir die Landkreise, Städte und Gemeinden bei der Planung ihrer eigenen Projekte. Daher freue ich mich, dass wir die Planung des Radschnellwegs von Ebersbach nach Süßen mit rund 455.000 Euro fördern können. Zusätzlich werden wir die Planung des rund einen Kilometer langen Abschnitts des Radschnellwegs von Ebersbach-West/Kreisgrenze bis einschließlich der Filsquerung mit weiteren Mitteln des Landes unterstützen. Mit diesen Zusagen verbessern wir die Radverkehrsinfrastruktur im Landkreis Göppingen spürbar,“ erklärte Regierungspräsident Wolfgang Reimer.
 Die Kreisverwaltung hatte in einem ersten Schritt den Antrag auf Finanzhilfen für die Planungskosten in Höhe von rund 4,25 Millionen Euro für die ca. 23 km lange Trasse zwischen Ebersbach/Fils und Süßen bei Bund und Land eingereicht. Dieser Antrag wurde vollumfänglich bewilligt.
 
Landrat Edgar Wolff freut sich über die Förderzusagen: „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützungsleistungen des Bundes und des Landes, ohne die wir die finanziellen Belastungen für die Planung dieses komplexen Bauprojekts nicht hätten stemmen können. Menschen nutzen auch im Alltag gerne das Rad, wenn die entsprechende Infrastruktur dafür vorhanden ist. Diese wollen wir mit dem Bau des Radschnellwegs nochmals deutlich aufwerten und damit der Mobilitätswende einen weiteren wichtigen Impuls geben.“
 
Radschnellverbindungen verbinden Arbeitsplatzschwerpunkte, Städte und Gemeinden miteinander und bieten dem Radverkehr mehr Sicherheit durch weniger Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern. Somit entlasten sie ganz nebenbei die Straßen auf stark frequentierten Pendlerstrecken. RadfahrerInnen können auch längere Distanzen zügig mit dem Rad zurücklegen, da sich die Radschnellwege durch hohe Qualitätsstandards auszeichnen. Sie sind im Einrichtungsverkehr mind. 3m und im Zweirichtungsverkehr mind. 4m breit. Die Routen sind möglichst kreuzungsfrei oder mit nur minimalen Wartezeiten an Kreuzungen und Ampelanlagen auszugestalten. Des Weiteren zeichnen sich Radschnellwege durch eine durchgängig hohe Belagsqualität und möglichst geringe Steigungen aus.
 
“Für ein kreisweites Umdenken hin zu einer umweltgerechten Mobilität für den Klimaschutz benötigen wir dringend die Verkehrswende. Damit mehr Menschen zu schadstoffarmen Verkehrsmitteln wechseln – und davon ist das Rad das umweltfreundlichste – muss die Infrastruktur ausgebaut werden. Ich freue mich daher sehr, dass wir die Planung der Radschnellverbindung jetzt mit vereinten Kräften anpacken können.”, freut sich Amtsleiter Jörg-Michael Wienecke.
 
Die Herausforderungen für die Planung und den Bau eines Radschnellwegs können mit denen einer neugeplanten Straße gleichgesetzt werden. Es handelt sich um ein komplexes Bauwerk, welches sich nicht nur durch Geschwindigkeit und Länge definiert. Ein sicherer und komfortabler Radschnellweg benötigt viele abgestimmte Details, wie beispielsweise mit der Umwelt und Natur in dem Bereich umgegangen wird, wie Querungen an Kreuzungen und andere sicherheitsrelevante Punkte umzusetzen sind, wie an Fahrradampeln eine grüne Welle sichergestellt wird, wie eventueller Fußverkehr abzugrenzen ist und viele Aspekte mehr. Dafür bedarf es der intensiven Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene.
 
Die erwarteten Gesamtkosten des Projekts belaufen sich laut der Machbarkeitsstudie auf rund 30 Millionen Euro (Ebersbach bis Süßen). Für die Planung in Höhe von 4,25 Millionen Euro stellt der Bund Finanzmittel von knapp 3,2 Millionen Euro (75 Prozent) bereit. Die Kosten für die verbleibenden 25 Prozent (ca. 1 Million Euro) tragen das Land und der Landkreis.
 
Die Federführung der Planung liegt beim Landkreis Göppingen. Die Stadt Göppingen wird über eine Planungsvereinbarung an der Planung der Radschnellverbindung beteiligt. Das komplexe Projekt wird die Landkreisverwaltung in den nächsten Jahren intensiv beanspruchen. Aus diesem Grunde wird der Bereich Radverkehr personell aufgestockt. „Ebenfalls durch Fördermittel des Landes konnten wir eine zusätzliche Stelle im Bereich Radverkehr schaffen. Diese wird schnellstmöglich besetzt, denn für die verwaltungsseitige Steuerung, um die Radschnellverbindung gängig zu machen, ist eine Aufstockung der Personalkapazität absolut unentbehrlich. Im nächsten Schritt sollen dann Planungsleistungen vergeben werden.“, erläutert Sissy Habig aus dem Amt für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur und dort zuständig für die Projektkoordination. 
Sie schließt: „Dort, wo ein Angebot hergestellt werden kann, sind PendlerInnen auch bereit, den Umstieg auf das umweltfreundliche Rad zu wagen. Durch einen Radschnellweg wird das Fahrrad zu einer echten Alternative für das Auto. Damit unterstützen wir nicht nur den derzeitigen Radverkehr, sondern nehmen auch langfristig gesehen die Chance wahr, den Anteil des Radverkehrs deutlich zu steigern. Pedelecs machen es zudem möglich, dass auch auf längeren Distanzen das Rad als Verkehrsmittel in den Alltag integriert werden kann.“

Ansprechpartnerin

Amt für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur
Frau Sissy Habig
Telefon 07161 202-5512
Telefax 07161 202-5190
E-Mail: s.habig@lkgp.de
www.landkreis-goeppingen.de

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