Wichtige Mitteilung

Corona-Virus Schutzmaßnahme:

+++ Für den Zutritt und den Aufenthalt im Landratsamt ist eine Mund- und Nasenbedeckung (MNB) erforderlich +++
Ab 01.07.2020 ist das Betreten des Landratsamts auch ohne Terminvereinbarung unter Beachtung der ausgeschilderten Corona-Schutzmaßnahmen möglich. Die Online-Terminvereinbarung für die Kfz-Zulassungsstelle und die Führerscheinstelle wird empfohlen.

Mehr Rücksicht und Respekt in der Landschaft

Pressemitteilung - Das Landwirtschaftsamt und das Veterinäramt weisen darauf hin, dass auch unter den aktuellen Bedingungen die geltenden Regeln, wie sich sowohl Mensch als auch Tier in landwirtschaftlich genutzten Bereichen zu verhalten haben, dringend beachtet werden müssen, um die landwirtschaftliche Produktion und Nahrungsmittelerzeugung zu unterstützen.

Traktor auf Grünfutterfeld
Taktor mit Ladewagen bei der Aufnahme von Grünfutter

Die Coronakrise hat unser tägliches Leben umgekrempelt: Viele Menschen sind unfreiwillig zuhause im Homeoffice, leisten Kinderbetreuung oder sind betroffen von Kurzarbeit. Viel Bewegung an der frischen Luft entspannt und ist gut für die Gesundheit und Abwehrkraft. Das sonnige Wetter tut sein Übriges - in der freien Landschaft sind viel mehr Zwei- und Vierbeiner unterwegs als sonst üblich.
 
Gleichzeitig verrichten unsere Landwirte jetzt viele notwendige Feldarbeiten: Äcker bestellen, Aussaat, Düngung, Pflanzenschutz. Demnächst wird das Futter auf den Wiesen gemäht. All diese Arbeiten dienen der Erzeugung von gesunden, regionalen Nahrungsmitteln und sind nicht erst seit der Coronakrise systemrelevant. Es gibt daher deutlich mehr Begegnungen zwischen landwirtschaftlichen Maschinen und Freizeitsuchenden auf den Feldwegen. Das Landwirtschaftsamt bittet daher Spaziergänger, Wanderer oder Radfahrer, insbesondere auf den Feldwegen, rechtzeitig auf Abstand zu den teilweise sehr breiten Maschinen zu gehen. Den Landwirten ist es nicht möglich, große Strecken nur in Schrittempo zu fahren, da gerade jetzt ein großes Pensum an Arbeit geleistet werden muss. Landwirtschaftliche Produktion und Nahrungsmittelerzeugung verdienen gerade jetzt unser aller Respekt. Das Landwirtschaftsamt appelliert daher an alle Beteiligten: nehmen Sie gegenseitig Rücksicht auf Feld und Flur. Liebe Freizeitsuchende, lassen Sie die Landwirte und Gärtner Ihr wichtiges Tagwerk draußen in Ruhe verrichten, auch wenn es manchmal riecht oder staubt.
 
Die Regeln, wie sich sowohl Mensch als auch Tier in landwirtschaftlich genutzten Bereichen zu verhalten haben sind eindeutig. Alle, die draußen unterwegs sind, sollten beachten, dass es nach Landesnaturschutzgesetz ein grundsätzliches Betretungsverbot von Wiesen und Äckern während der Vegetationszeit gibt. Mit den warmen Temperaturen wächst Futter auf den Wiesen heran, auf den Äckern stehen neben Mais, Raps und Getreide frische Produkte wie Salat, Obst und Gemüse, die teils direkt vom Feld in den Hofladen oder den Lebensmittelmarkt kommen. Alle Mitbürger sind daher aufgefordert, landwirtschaftliche und gartenbauliche Flächen möglichst nicht zu betreten oder mit dem Rad zu befahren.
 
Das Veterinäramt ergänzt hierzu: Auch für Hunde gilt das Betretungsverbot landwirtschaftlicher Flächen, deren Hinterlassenschaften einzusammeln und mitzunehmen sind. Für viele Hundebesitzer ist dies eine Selbstverständlichkeit. Aber es gibt leider immer noch einzelne Personen, die volle Kotbeutel dann in der Landschaft „entsorgen“. Hundekot im Tierfutter stellt eine große Gefahr für die Gesundheit von Nutztieren dar. Vor allem bei trächtigen Rindern kann die Aufnahme von verunreinigtem Futter zu Fehlgeburten führen.
 
Auch Spielzeug, das der Hund in der Wiese suchen soll, dann aber nicht mehr findet, gehört nicht in die Erntemaschine oder ins Futter. Gleichzeitig werden dabei auch Wildtiere und vor allem deren Jungtiere aufgescheucht und geschädigt. Daher der dringende Appell an alle Hundehalter: Bleiben Sie bitte mit Ihren Vierbeinern auf den Wegen und lassen Sie sie nicht auf den Wiesen streunen und buddeln.
 
Hintergrundinformationen:
Nach Landesnaturschutzgesetzes (LNatSchG) dürfen landwirtschaftlich genutzte Flächen während der Nutzzeit nicht betreten werden. Nutzzeit ist der Zeitraum zwischen Saat und Ernte, bei Grünland die Zeit des Aufwuchses und der Beweidung, also der Zeitraum zwischen März und Anfang November. Dieses Betretungsverbot gilt auch für Hunde. Wer die freie Landschaft betritt, ist verpflichtet, eigene Abfälle oder die Hinterlassenschaften seines Hundes wieder einzusammeln und zu entfernen.
 
Im Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz (LLG) ist für Hundehalter folgendes geregelt: Ordnungswidrig handelt, wer Tiere, für die er verantwortlich ist, außerhalb eingezäunter Grundstücke ohne genügend Aufsicht oder Sicherung lässt, wenn dadurch die Nutzung eines fremden landwirtschaftlichen Grundstücks gefährdet wird.
 
Knigge für Feld und Flur: Die Organisation Information.Medien.Agrar (i.m.a.) hat vergangenes Jahr die Publikation „Knigge für Feld und Flur“ veröffentlicht. Diese kann kostenlos auf www.ima-agrar.de heruntergeladen oder bestellt werden. 

Ansprechpartner

Landwirtschaftsamt
Dr. Ralf Over
Telefon: 07161 202-2500
Fax: 07161 202-2590
E-Mail: r.over@lkgp.de

 
Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz
Dr. Ulrich Dura
Telefon: 07161 202-5400
Fax: 07161 202-5490
E-Mail: u.dura@lkgp.de

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