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Landesweit aktiv für mehr Chancengleichheit

Sprecherinnen für Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Baden-Württemberg gewählt

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Baden-Württemberg (LAG) hat in ihrer letzten Online-Sitzung am 29.06.2021 vier Sprecherinnen gewählt: Wie bereits in den vergangenen zwei Jahren vertreten Susanne Brückner, Stadt Pforzheim, Sandra Knör, Landkreis Sigmaringen, Judith Raupp, Stadt Ludwigsburg und Carmen Venus, Ostalbkreis, die Interessen der LAG.

Ziel der LAG ist es, gleichstellungspolitische Themen sichtbar zu machen und Chancengleichheit in allen gesellschaftlichen Bereichen herzustellen und nachhaltig zu verankern. Vor mehr als 30 Jahren haben sich die kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Baden-Württembergs in der Landesarbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen.
 
“Dank unserer landesweiten Vernetzung ist es möglich, politische Interessen zu bündeln und gezielt zu adressieren, z. B. gegenüber dem Städte- und Landkreistag oder auch gegenüber der Politik und den Ministerien“, betont Susanne Brückner. „Als LAG Baden-Württemberg agieren wir landesweit, sind aber auch bundesweit vernetzt. Aktuell bereiten wir beispielsweise gemeinsam mit der LAG Schleswig-Holstein einen Antrag zur Kostenübernahme von Verhütungsmitteln für Menschen mit geringem Einkommen vor“, berichtet Carmen Venus. „Dieser wird bei der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Ende August eingebracht und diskutiert“, ergänzt Sandra Knör.
 
Die Pandemie hat einige gleichstellungs- und frauenpolitische Probleme und Schieflagen aufgezeigt: „Die Familien- und Sorgearbeit ist in der Zeit der Kita- und Schulschließungen zu großen Teilen von den Müttern gestemmt worden“, sagt Judith Raupp, „und das, obwohl viele Frauen in den sogenannten systemrelevanten Berufen tätig sind und besonders beansprucht waren“, meint die Ludwigsburger Gleichstellungsbeauftragte.
 
„Frauen, die in der Pflege, im Erziehungs- und Gesundheitswesen sowie im Einzelhandel arbeiten, sind schlecht bezahlt und arbeiten häufig unter schwierigen Arbeitsbedingungen. Dies muss sich jetzt endlich ändern!“, lautet deshalb der Tenor der vier Sprecherinnen. Auch die Zunahme von häuslicher Gewalt in der Pandemie beschäftigt die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten im Land. Eine bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung mit Beratungsstellen und Gewaltschutzeinrichtungen ist eine alte Forderung der LAG, die im vergangenen Jahr wieder an Aktualität gewonnen hat.
 
 Hintergrund:
Die LAG Baden-Württemberg setzt sich für gesetzliche und strukturelle Verbesserungen der kommunalen Gleichstellungsarbeit ein, kümmert sich um die berufliche Situation der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, organisiert Tagungen und Fortbildungen. Die LAG arbeitet mit verschiedenen Organisationen auf Landes- und Bundesebene zusammen und greift gleichstellungspolitische Schwerpunktthemen auf.
 
In Baden-Württemberg gibt es mittlerweile mehr als 60 kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte. In Städten sowie in Stadt- und Landkreisen wirken sie darauf hin, dass Chancengleichheit als durchgängiges Leitprinzip in allen kommunalen Aufgabenbereichen berücksichtigt sowie inhaltlich und fachlich begleitet wird.

Ansprechpartnerin

Tamara Orban
Gleichstellungsbeauftragte
Telefon: 07161 202-1008
E-Mail: t.orban@lkgp.de

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