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Der Hutewald Nordalb - ein Erfolgsprojekt

Waldnaturschutz in seiner ursprünglichsten Form findet sich im Gemeindewald Deggingen.

Pressemitteilung 27.08.2021 Im Degginger Gemeindewald, genauer auf der Nordalb, existiert ein ganz besonderer Wald.

Schafe und Ziegen im Hutewald

Der Hutewald Nordalb wurde 2008 auf 16 Hektar aus einem alten Allmendwald reaktiviert.
Durch gezielte Durchforstungen sowie regelmäßige Schafs- und Ziegenbeweidung ist seitdem ein landesweites Vorzeigeprojekt und Kleinod mit einmaliger biologischer Vielfalt entstanden. Mit dem Hutewald Nordalb als positiver Referenzfläche gibt es landesweit immer mehr solcher Projekte, welche die Waldweide als historische Nutzungsform aufleben lassen. Zur Freude vieler Tier- und Pflanzenarten.Hutewälder sind eine historische Nutzungsform des Waldes aus der Zeit als die Tiere noch nicht in Ställen gehalten wurden. Sehr offene, lichte Wälder mit wenig Unterwuchs und breitkronigen, alten Bäumen, vor allem Eichen und Buchen sind aus dieser Beweidung entstanden. Hutewälder haben ein vom normalen Wald stark abweichendes Kleinklima und bieten viele unterschiedliche Lebensräume auf kleinster Fläche. Zahlreiche spezialisierte Arten finden hier ihre Nische. Aktuell laufen im Hutewald Nordalb vegetationskundliche Aufnahmen, welche die Artenvielfalt wissenschaftlich dokumentieren. Die Auswertung lässt aber schon jetzt erahnen, dass sich die Arbeit der letzten 13 Jahre gelohnt hat.

Die Pflanzenvieltfalt auf einem Quadratmeter übersteigt die eines geschlossenen Waldes bei weitem. Seltene Orchideen haben hier genauso Fuß gefasst wie um die 20 Baumarten! Davon profitieren zahlreiche Insekten, wie Libellen, Schmetterlinge und Käfer aller couleur. Aufgrund der Seltenheit und Schönheit haben Hutewälder aber auch einen hohen forstgeschichtlichen und landschaftspflegerischen Stellenwert.

Überzeugen Sie sich selbst bei einem Spaziergang auf der Nordalb zwischen Wanderparkplatz und der Kirche im Aufbruch. Der Hutewald ist ab dem Degginger Friedhof ausgeschildert.

Hutewald im Herbst

Ansprechpartnerin

Forstamt
Diana Tröger
Telefon: 07161 202-2401
E-Mail: forstamt@lkgp.de

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