Bürgermeisterversammlung des Landkreises übt Schulterschluss bei Ukrainehilfe

Landrat Wolff und die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister stimmen sich über Hilfsmöglichkeiten ab

Pressemitteilung, 09.03.2022 - Im Landkreis Göppingen ist die Hilfsbereitschaft für Menschen in und aus der Ukraine sehr hoch. Während viele private Initiativen Hilfstransporte in die Ukraine organisieren, bereiten sich die Städte und Gemeinden gemeinsam mit dem Landkreis auf die Aufnahme von Geflüchteten vor

Landrat Wolff und die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Landkreises haben sich dazu am 08.03.2022 intensiv ausgetauscht. Alle kommunalen Verantwortlichen waren sich einig, dass den Menschen aus der Ukraine schnell, koordiniert, zielgerichtet und unbürokratisch geholfen werden muss. Oberste Priorität hat die Unterbringung der Geflüchteten. “Wir haben die Verpflichtung aber auch die Chance, diesen unschuldig in Not geratenen Menschen zu helfen. Jedes Hilfsangebot ist notwendig und willkommen. Bitte unterstützen Sie die Menschen, die dringend auf eine Unterkunft angewiesen sind, und bieten zur Verfügung stehenden Wohnraum den Städten und Gemeinden oder dem Landkreis an”, appelliert Landrat Wolff an die Bevölkerung.
 
In etlichen Städten und Gemeinden sind bereits ukrainische Geflüchtete angekommen. In der Regel wurden diese von Verwandten oder Freunden aufgenommen. Damit diese die notwendige Unterstützung erhalten können, ist es wichtig, dass sich die Geflüchteten bei den jeweiligen Städten und Gemeinden melden und bei der zuständigen Ausländerbehörde registrieren lassen. Mit dem Nachweis der Registrierung können im Landratsamt Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beantragt werden. Somit ist unkompliziert der Zugang zu existenzsichernden Leistungen und Krankenversorgung gewährleistet.
 
Das Land erwartet einen deutlichen Anstieg der Flüchtlingsströme. Es ist eine Verteilung nach Länder- und Landkreisquoten geplant. Was dies für den Landkreis Göppingen bedeutet, lässt sich aufgrund der dynamischen Lage nur schwer prognostizieren. 
 
“Wir Kommunen müssen uns darauf einstellen, dass unsere Hilfe über einen längeren Zeitraum erforderlich sein wird und sind dankbar für Hilfsangebote aus der Bevölkerung. Die Menschen müssen nicht nur untergebracht, sondern auch betreut und unterstützt werden. Das wird uns als Gesellschaft insgesamt in den kommenden Monaten fordern”, fasst Süßens Bürgermeister Marc Kersting, der als Vorsitzender des Kreisverbands der Baden-Württembergischen Bürgermeister zur Bürgermeisterversammlung geladen hatte, das Ergebnis der Beratung zusammen.
 
Wichtig war den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch, in diesem Zusammenhang die weiteren geflüchteten Menschen wie beispielsweise die afghanischen Ortskräfte nicht aus dem Blick zu verlieren. Auch für diese werden Unterbringungsmöglichkeiten dringend gebraucht, damit die Kommunen die Anschlussunterbringung vor Ort umsetzen können und somit Plätze in den Gemeinschaftsunterkünften frei werden, welche für Neuankömmlinge benötigt werden.
 
“Ich danke allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, den Kommunen sowie den unterstützenden Firmen für die tolle Hilfsbereitschaft in dieser außergewöhnlichen Krisensituation”, so Landrat Wolff.
 
Wer zur Verfügung stehenden Wohnraum anbieten möchte, kann dies bei den Städten und Gemeinden oder direkt beim Landkreis unter aufnahmeamt@lkgp.de tun. Unter der Rufnummer 07161 202-4444 ist zudem eine Hotline geschaltet.

Ansprechpartner

Kreissozialamt
Herr Lehnert
Telefon 07161 202-4100
E-Mail: kreissozialamt@lkgp.de

Weitere Informationen

Ukraine-Hilfe