Zurück zum alten Fahrplan

Pressemitteilung - “Mit Nachbesserungen werden wir den Problemen nicht Herr”, rechtfertigt Matthias Bliederhäuser-Nille die Rückkehr zum alten Fahrplan. Das neue Fahrplankonzept, das von einem renommierten Stuttgarter Fachbüro über zwei Jahre hinweg erarbeitet wurde, konnte den Praxistest im ersten Anlauf nicht vollauf bestehen. Im Detail ergaben sich negative Betroffenheiten bei Fahrgästen, die so im Vorfeld nicht zu erwarten waren. Die anhaltende Kritik an dem seit kurz vor Weihnachten gültigen neuen Taktfahrplan ließ das Unternehmen OVG in Abstimmung mit dem Landkreis als Genehmigungsbehörde jetzt die Reißleine ziehen.

Im Landratsamt hatte man sich kurz vor Jahresschluss zu einem neuerlichen Abstimmungsgespräch getroffen, an dem kurzfristig auch der Göppinger Oberbürgermeister Guido Till teilnahm. “Wir waren uns einig, dass ein klarer Schnitt gemacht werden muss. Wir setzen in weiten Teilen den alten Fahrplan wieder in Kraft”, kommentiert Verkehrsplaner Jörg-Michael Wienecke das weitere Vorgehen. Der Leiter des Amts für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur sieht keine andere Möglichkeit, um dem in vielen Fällen berechtigten Unmut der Fahrgäste gerecht zu werden.

Mit der OVG wurde inzwischen vereinbart, ab 20.1.2013 wieder nach dem alten Fahrplan zu fahren. Schon in der nächsten Woche will man die Öffentlichkeit, insbesondere die Schulen informieren, damit der Übergang reibungslos erfolgen kann. Ein Wechsel zum kommenden Montag schied schon deshalb aus, weil man die Betroffenen während der noch laufenden Weihnachtsferien nicht mehr rechtzeitig erreicht hätte. Davon unabhängig erfordert die Umstellung auch innerbetrieblich bei der OVG einen entsprechenden Vorlauf.

Erhalten bleibt auf jeden Fall der neue Citybus (Linien 92, 93, 95). Hier denkt man über kleinere Änderungen im Fahrplan und der Linienführung, insbesondere auf der Reusch-Linie, noch nach. Ziel soll sein, die Erreichbarkeiten in der westlichen Innenstadt zu verbessern.

Im Landratsamt sieht man die aktuelle Entwicklung sorgenvoll: “Die Hoffnung, mit einer effizienteren Umlaufplanung die Kosten bei den Unternehmen senken und gleichzeitig die Fahrpläne im Sinne einer Vertaktung und Anschlusssicherung verbessern zu können, lief zunächst ins Leere”, stellt Wienecke aufgrund der jüngsten Erfahrungen mit dem Fahrplanwechsel ernüchternd fest. “Im Rahmen des neuen Nahverkehrsplans, den wir ab dem Frühjahr erarbeiten, müssen wir auf diesen Erkenntnissen aufbauend vorrangig klären, welche zukunftsweisenden Konzepte es zu welchen Konditionen gibt.”

Ansprechpartner:

Amt für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur
Jörg-Michael Wienecke
Telefon:+49 (0) 7161 202-301
Fax: +49 (0) 7161 202-353
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