Illegal eingeführter Mopswelpe in Quarantäne

Pressemitteilung - Tiergesundheit - Aufgrund eines nicht wirksamen Tollwutimpfschutzes wurde ein illegal aus Serbien eingeführter Welpe auf Anordnung des Veterinäramtes in Quarantäne verbracht.

Im April 2013 hat ein Bürger aus dem Landkreis Göppingen einen Mopswelpen aus Serbien von einem Händler relativ günstig erworben. Bei folgenden tierärztlichen Untersuchungen sind Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Einfuhr u. a. hinsichtlich der vorgeschriebenen Schutzimpfungen aufgetreten. Der Hundehalter hat sich daraufhin selbst bei den Veterinärbehörden gemeldet. Das Veterinäramt Göppingen wurde am 04.06.2013 über die verdächtige Einfuhr von Hundewelpen aus Serbien informiert. Die amtstierärztliche Überprüfung ergab, dass der Hund ohne wirksamen Tollwutimpfschutz und damit illegal eingeführt worden war. Weil eine Rücksendung des Tieres nach Serbien nicht mehr praktikabel war, sieht die Rechtslage in derartigen Fällen entweder die Tötung des Tieres oder eine mindestens dreimonatige Quarantäne mit Tollwutschutzimpfungen sowie folgender Blutuntersuchung vor. Danach hat das Veterinäramt das Verbringen des Welpen in ein Tierheim überwacht und die kostenpflichtige Quarantäne angeordnet. Erst danach kann eine Rückgabe an den Käufer des Tieres in Frage kommen.

Diesen Vorfall nimmt das Veterinäramt zum Anlass für nachfolgende Tipps zum Kauf von Hunden:

- Achten sie beim Hundekauf auf die Herkunft der Tiere

- werden Sie misstrauisch, wenn Ihnen Rassehunde zu ungewöhnlich niedrigen Preisen angeboten werden oder Ihnen der Züchter die Zuchtstätte nicht zeigen kann oder Händler als Kontaktdaten lediglich Mobiltelefonnummern zur Verfügung stellen.

- Welpen dürfen keinesfalls vor der achten Lebenswoche vom Muttertier getrennt werden, um Verhaltensstörungen zu vermeiden. Viele der zu früh abgesetzten Welpen sind aufgrund fehlender Sozialisierungs- und Prägephase verhaltensgestört.

- Welpen aus Osteuropa sind häufig zu früh abgesetzt und krank.

- Das Geld, welches beim Welpenkauf gespart wird, muss meist mehrfach u.a. für später notwendige tierärztliche Behandlungen bezahlt werden.

- Viele der importierten Hunde sind nicht nur Träger von Parasiten und hierzulande unbekannter Tierseuchen sondern auch von Zoonosen, d.h. auf den Menschen übertragbare Krankheiten.

- Rassehunde sollten nur bei einem im Verband organisierten Züchter erworben werden.

- Hunde können in den Tierheimen und bei Züchtern in der Regel zum "Gassigehen" usw. im Vorfeld eines Kaufs besucht werden, um das jeweils passende Wesen zu Frauchen bzw. Herrchen zu erkunden.

Ansprechpartner:

Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz
Dr. Michael Pettrich
Telefon: +49 (0) 7161/202-704
Fax: +49 (0) 7161/202-706
E-Mail

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