Gesünder Altern im Landkreis Göppingen

Pressemitteilung - Im Mittelpunkt der dritten Kommunalen Gesundheitskonferenz stand das "gesunde Altern" und damit die gesundheitliche Situation der Seniorinnen und Senioren im Landkreis Göppingen.

„Unser erklärtes Ziel muss es sein, dass die Seniorinnen und Senioren im Landkreis Göppingen bis ins hohe Alter selbstbestimmt und gesund leben können“, so Landrat Edgar Wolff. Insbesondere vor dem Hintergrund des demographischen Wandels komme diesem Thema besondere und zunehmende Bedeutung zu. Der Landkreis biete vielfältige Dienstleistungen und Hilfestellungen an, wie beispielsweise den Pflegestützpunkt, die Altenhilfefachberatung und fördere im Qualitätsverbund BELA das Bürgerschaftliche Engagement für Lebensqualität im Alter.

In ihrem Impulsvortrag verwies Dr. Anne Würz, Ärztin im Gesundheitsamt, darauf, dass durch eine gelungene Gesundheitsförderung viele beschwerdefreie und aktive Lebensjahre gewonnen werden können.

Die Vorsitzende des Kreisseniorenrates, Hildegard Lutz, trug die Sorgen und Nöte der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger im Krankheitsfall vor. Insbesondere forderte sie Barrierefreiheit in allen medizinischen Einrichtungen: „Für viele ältere Menschen ist schon die Treppe zur Arztpraxis ein unüberwindbares Hindernis“, so Lutz. Zusätzlich falle den älteren Patientinnen und Patienten die Orientierung in größeren medizinischen Einrichtungen oft schwer. Bei Demenzerkrankten gebe es zudem einen großen Unterstützungsbedarf.

Bürgermeister Martin Stölzle, Vorsitzender der Bürgermeister des Kreisverbandes Göppingen im Gemeindetag Baden-Württemberg, stellte die Anstrengungen seitens der Kommunen dar. Ein Schwerpunkt liege auf der Verbesserung der Wohnsituation für die ältere Generation. Ferner sei die Sicherstellung einer guten Nahversorgung ebenso von entscheidender Bedeutung wie die Bereitstellung eines bedarfsgerechten Angebots in der ambulanten und stationären Pflege.

Der Vorsitzende der Kreisärzteschaft, Dr. Hans Joachim Dietrich, erläuterte die Neuorganisation des Notfalldienstes in Form einer zentralen Notfallpraxis der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte an der Klinik am Eichert an Wochenenden und Feiertagen. Weiterhin bestehe für Patientinnen und Patienten, die nicht mehr in der Lage sind, die Notfallpraxis aufzusuchen, die Möglichkeit eines Hausbesuches. Wichtig sei, dass sich die Patientinnen und Patienten zuvor mit dem dort diensthabenden Arzt in Verbindung setzten.

In der anschließenden konstruktiven Diskussion wurden zahlreiche Vorschläge eingebracht, wie die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger so lange wie möglich im eigenen Umfeld und nach ihren Vorstellungen leben können. Aus
den Hinweisen auf die bestehenden guten Angebote wurde klar, dass der Landkreis in einigen Bereichen bereits gut aufgestellt ist, jedoch die Prävention noch weiter ausbaufähig ist.

Mit der Zielsetzung bis im nächsten Jahr konkrete Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, setzten die Mitglieder der Kommunalen Gesundheitskonferenz, eine Arbeitsgruppe ein. Diese wird den Schwerpunkt auf der Stärkung der Prävention legen. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der folgenden Einrichtungen zusammen: Gemeinden, Kliniken, Krankenkassen, Kreisärzteschaft, Kreisseniorenrat, Politik, Rehabilitationseinrichtung, Kreissozialamt und Gesundheitsamt des Landratsamtes Göppingen.



Ansprechpartnerin:

Gesundheitsamt
Dr. Anne Würz
Telefon: +49 (0) 7161 202-1832
Fax: +49 (0) 7161 202-1850
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