Feuerwehreinsatz bei einem Betrieb in Eschenbach am 21.10.2013

Pressemitteilung - Bei einem Betrieb im Gewerbegebiet in Eschenbach kam es am frühen Montagmorgen zu einem Störfall.

In einen Behälter mit rund 8 Kubikmeter salpetersäurehaltiger Spüllösung gelangten fälschlicherweise rund 2 m³ nickelhaltige Flüssigkeit. Dadurch kam es zu einer chemischen Reaktion unter Freisetzung von nitrosen Gasen. Die Lösung im Behälter erwärmte sich hierdurch sehr stark, wodurch sich die Gasfreisetzung noch weiter verstärkte.

Die örtliche Feuerwehr wurde von dem Betrieb über den Störfall informiert, diese hatte bereits firmenintern mit der Kühlung des Behälters begonnen. Weitere besorgte Bürger riefen bei der Feuerwehr an und berichteten über eine sehr starke gelblich-braune Rauchentwicklung aus dem Firmengebäude im Voralbgebiet. Aufgrund der Gefahren, die sich bei der Freisetzung von nitrosen Gasen ergeben können, wurde seitens der Feuerwehr entschieden, dass zur Abschätzung einer Gefährdung für die Bevölkerung entsprechende Gasmessungen durchgeführt werden müssen. Es wurde daher zunächst die Feuerwehr aus Eschenbach sowie der Gefahrstoffzug des Landkreises Göppingen bestehend aus Einheiten der Feuerwehr Salach und der Werkfeuerwehr Zeller & Gmelin / Südöl nach Eschenbach alarmiert.

Mit weiterer Unterstützung durch Fahrzeuge der Feuerwehr Göppingen wurden Messungen in den Gemeinden Eschenbach, Ursenwang, Manzen, Heiningen, Gammelshausen und Göppingen durchgeführt. Bei diesen Messungen konnten nitrose Gase nachgewiesen werden, teilweise auch in einer Größenordnung, wie es den Grenzwerten für die Konzentration am Arbeitsplatz entsprechen würde. Da diese Werte jedoch nur kurzfristig erreicht wurden, die Windverhältnisse sehr unbeständig waren und zu einer schnellen Verdünnung der Konzentration führten, mussten keine weitergehenden Maßnahmen eingeleitet werden.
Im Verlauf des Vormittags verlangsamte sich die chemische Reaktion im Behälter und die Gasentwicklung ließ erkennbar nach. Die weiteren Kühlmaßnahmen wurden dann dem Unternehmen in eigener Verantwortung übertragen und die Feuerwehren konnten den Einsatz nach rund vier Stunden beenden.

Feuerwehr Eschenbach, 3 Fahrzeuge, 13 Mann
Gefahrgutzug Salach, 3 Fahrzeuge, 14 Mann
Feuerwehr Göppingen, 2 Fahrzeuge, 7 Mann
Werkfeuerwehr Zeller&Gmelin/Südöl, 2 Fahrzeuge, 6 Mann
Kreisbrandmeister Prof. Dr. Reick
DRK, 2 Fahrzeuge, 4 Mann
Bürgermeister Eschenbach, Herr Schubert
Revierführer Göppingen, POR Aichinger
Polizeiposten Heiningen
Regierungspräsidium Stuttgart, Herr Weber

Ansprechpartner:

Kreisbrandmeisterstelle
Prof. Dr.-Ing. Michael Reick
Telefon: +49 (0) 7161 202-326
Fax: +49 (0) 7161 202-353
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