Familientreffs: Fit fürs Leben - von Anfang an

Forschungsinstitut IfaS bescheinigt Familientreffs im Landkreis hervorragende Arbeit

Pressemitteilung - Vor allem Familien mit Kleinkindern finden in den acht Familientreffs, die es im Landkreis Göppingen gibt, optimale Bedingungen, um sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und bei Bedarf kompetente pädagogische Beratung und Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Das bescheinigen Prof. Susanne Schäfer-Walkmann sowie Alessa Peitz vom Institut für angewandte Sozialforschung (IfaS) an der Dualen Hochschule Stuttgart.

Einblick in den Alltag eines Familientreffs im Landkreis Göppingen, Fotonachweis: Landratsamt Göppingen


„Fit fürs Leben - von Anfang an: Familientreffarbeit ist eine wichtige Investition in die Zukunft“, dieses Fazit zieht Prof. Schäfer-Walkmann. Eltern und Kleinkinder profitieren auf unterschiedlichen Ebenen von einem vielseitigen Angebot, auch dank der engagierten Leitungen und durch die Unterstützung zahlreicher Ehrenamtlicher. Die Kinder lernen im Familientreff durch Beobachtung und den Umgang mit anderen Kindern. Besonders Kinder mit Migrationshintergrund bauen ihre Kenntnisse in der deutschen Sprache früh aus. Eine Mutter berichtet im Interview: „Man merkt es den Kindern im Kindergarten an, wenn diese bereits im Familientreff waren. Sie sind viel offener, kommunikativer, sowohl gegenüber den anderen Kindern, als auch gegenüber den Erzieherinnen, sie sind reifer.“ Die Familientreffarbeit tue auch dem Familienleben gut. „An den Tagen, an denen ich in den Familientreff gehe, bin ich danach ausgeglichener und entspannter, das merkt auch mein Mann“, so eine andere Mutter.

Diese Atmosphäre schätzen auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Eine Ehrenamtliche meint: „Die Interaktion mit den Menschen, der Umtrieb, unter Leute zu kommen, junge Menschen zu sehen, das ist besonders schön, da meine eigenen Kinder weit weg leben.“ Für viele sei es ein erfüllendes Gefühl, gebraucht zu werden. Eine ältere Dame freut sich darüber, dass, „Kinder mit strahlenden Augen auf einen zulaufen und sagen, du bist doch meine Lieblingsoma!“


„Die Begeisterung über das Angebot war bei allen Befragten spürbar“, stellt Peitz fest, die die Interviews mit den Beteiligten durchgeführt hat. Beide Expertinnen sind sich einig, dass es sich lohnt, dieses Angebot fortzuführen und bedarfsgerecht auszubauen. „Jeder Euro, der in die Familientreffs fließt, ist gut investiertes Geld für den Landkreis Göppingen“, so Prof. Schäfer-Walkmann. Da sie selten eine Studie mit so positiven Ergebnissen erlebt habe, werde sie sich dafür einsetzen, dass das Göppinger Konzept auch auf Landesebene Schule macht. Dieses Ergebnis freut auch Landrat Wolff: „Die Landkreisverwaltung wird sich Gedanken machen, wie sie die Familientreffarbeit weiterentwickeln und auch künftig mit gutem Beispiel vorangehen kann.“


Hintergrundinformationen:

Die Landkreisverwaltung hat 2013 beschlossen, das Angebot der acht Familientreffs im Landkreis Göppingen einer sozialwissenschaftlichen Analyse zu unterziehen, um Aussagen zur Qualität und den Weiterentwicklungsmöglichkeiten der Familientreffarbeit zu erhalten. Mit der Analyse wurde das Institut für angewandte Sozialforschung (IfaS) an der Dualen Hochschule Stuttgart beauftragt. Die Ergebnisse der Analyse wurden am 06.10.2014 dem Jugendhilfeausschuss präsentiert.


Ansprechpartnerin:
Kreisjugendamt
Suzanne Chemnitzer
Telefon: +49 (0) 7161 202-653
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