Landkreisübergreifender EU-Azubi-Gipfel im Ostalbkreis

Pressemitteilung - Europaabgeordnete Heide Rühle steht Rede und Antwort

Azubi-Gipfel
Landrat Klaus Pavel begrüßt zum Auftakt des EU-Azubi-Gipfels Von links nach rechts: Landrat Klaus Pavel, Heide Rühle MdEP, Georg Schwedt (CIVIC-Institut für internationale Bildung), Wolfgang Berger (Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg)

"Mehr europäisches Wir-Gefühl" und "mehr junge Menschen, die sich für Europa auch in den Organen und Institutionen der EU einsetzen". Diese und weitere Wünsche an Europa haben rund 70 Auszubildende aus den Landkreisen Göppingen, Heidenheim, Ostalbkreis und Rems-Murr-Kreis zum Abschluss des 2. landkreisübergreifenden EU-Azubi-Gipfels am Montag (11.11.2013) im Landratsamt in Aalen formuliert. Einen Tag lang hatten sie sich im Rahmen von zwei Planspielen in die Rollen von Vertreterinnen und Vertretern der EU-Kommission, des Rates der Europäischen Union, des Europäischen Parlaments oder der Europäischen Zentralbank versetzt. Das Planspiel "Power-Play im Euroraum" beleuchtete dabei die Wirtschafts- und Finanzpolitik in der EU, während „Festung Europa?“ sich mit der aktuellen Flüchtlingsproblematik auseinandersetzte.

Landrat Klaus Pavel begrüßte die Gipfel-Teilnehmer im Großen Sitzungssaal des Landratsamts und betonte die zunehmende Bedeutung von Europa auf die Kreis- und Kommunalpolitik. Gerade junge Menschen könnten von den Errungenschaften der EU profitieren und die sich bietenden Möglichkeiten in Ausbildung, Beruf aber auch Freizeit nutzen. Umso wichtiger sei aber auch die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und das sich Einbringen. Er sagte zu, die Ergebnisse des Gipfels über den EUROPoint Ostalb an die entsprechenden Stellen in der EU weiterzuleiten.
Im Anschluss stand die Europaabgeordnete Heide Rühle für Fragen rund um Europa zur Verfügung. Die Auszubildenden hatten sich gut vorbereitet und nutzten diese Möglichkeit intensiv. Der Themenbogen spannte sich von den Amtssprachen der EU über die EU-Erweiterung, die Staatsverschuldung, die Rolle des EU-Parlaments und die Situation von Flüchtlingen und Zuwanderern bis hin zur Frage der Frauenquote und der 2014 anstehenden Wahl zum Europäischen Parlament. Heide Rühle betonte dabei die Bedeutung der EU vor dem Hintergrund einer globalisierten Weltwirtschaft. Sehr deutlich sprach sie sich gegen Überregulierung aus Brüssel aus. Es müsse genau darüber nachgedacht werden, welche Ebene für welche Entscheidungen am besten zuständig sei. Sie ermunterte die Auszubildenden, die Kandidaten im Vorfeld der Wahl nach deren Meinungen und Einstellungen zu fragen.

Durch die Planspiele wurden die Auszubildenden von Georg Schwedt (CIVIC-Institut für internationale Bildung), Wolfgang Berger und Robby Geyer (beide Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg LpB) sowie Laura Reiter, Danijel Paric und Benedikt Sand (Juniorteam Europa und freie Mitarbeiter der LpB) geführt. Dabei plädierten die Teilnehmer des Planspiels "Festung Europa?" für schnellere Asylverfahren und eine bessere Förderung der Flüchtlinge. Eine EU-Erweiterung wurde von den meisten Teilnehmern derzeit kritisch gesehen. Zunächst müsse man die bestehende Situation in der EU besser in den Griff bekommen.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Europainformationszentrum EUROPoint Ostalb, das mit seinem umfang-reichen Broschürenangebot eine optimale Ergänzung zum "Gipfeltreffen" bot. Nach dem 1. landkreisübergreifenden EU-Azubi-Gipfel 2012 in Göppingen und dem diesjährigen in Aalen (Ostalbkreis) wird der Gipfel 2014 im Rems-Murr-Kreis stattfinden.

Ansprechpartnerin:

Landratsamt Ostalbkreis
Susanne Dietterle
Pressereferentin
Telefon: +49 (0) 7361 503-1312