15 Jahre Beauftragte für Chancengleichheit im Landkreis Göppingen

Jubiläumsfeier im Landratsamt

Pressemitteilung - Männer und Frauen sind gleichberechtigt, so heißt es im Artikel 3 des Grundgesetzes. “Diskussionen um Frauenförderung, Frauenquote und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zeigen aber, dass dieses Grundrecht auch 65 Jahre nach Verabschiedung des Grundgesetzes nichts an seiner Aktualität verloren hat”, so Landrat Edgar Wolff in seiner Begrüßungsrede anlässlich der Jubiläumsfeier, die in der vergangenen Woche im Landratsamt Göppingen stattfand.

Seit 1999 gibt es die – damals noch als Frauenbeauftragte titulierte Stelle – im Landratsamt Göppingen. Seither bewegten die bisherigen vier Stelleninhaberinnen viel im und für den Landkreis. Welche Projekte bisher angegangen wurden und welche künftigen Arbeitsschwerpunkte gesetzt sind, diskutierten die ehemalige Kreisrätin Dr. Heide Kottmann und die heutige Beauftragte für Chancengleichheit, Iris Fahle, unter Moderation von Kreisrätin Ulrike Haas.
 
“Neben das allgemeine Thema ,Chancengleichheit von Frauen und Männern’ sind in den letzten Jahren verstärkt die Themen Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Familienfreundlichkeit und der berufliche Wiedereinstieg von Frauen getreten. Das sind sicherlich auch weiterhin Schwerpunkte meiner Arbeit”, erläuterte Iris Fahle. Sie dankte gleichzeitig allen Kooperationspartnern im Landkreis, die diese Themen in gemeinsamen Projekten und Veranstaltungen aufgreifen und Lösungsansätze erarbeiten.
Landrat Wolff ergänzte: “Ein weiteres, unsere Zeit beherrschendes Thema, ist der Demografische Wandel, dessen Auswirkungen Politik, Verwaltung und Gesellschaft schon heute zu spüren bekommen. Dieses Thema gewinnt gerade auch in den Bereichen Familienfreundlichkeit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie an Bedeutung. Um die Synergien und Schnittmengen, die hier entstehen, bestmöglich zu nutzen, ist die Beauftragte für Chancengleichheit daher seit diesem Jahr auch Beauftragte für Demografie.”
 
Dass Chancengleichheit im Landkreis Göppingen keinesfalls ein neues Thema ist, zeigte die Politologin Lena Neurauter in ihrem Jubiläumsvortrag zur Grande Dame der deutschen Frauenbewegung, Clara Zetkin, die Ende des 19. Jahrhunderts/Anfang des 20. Jahrhunderts auch in Göppingen wirkte. Weitere Impulse kamen von Prof. Dr. Maria Bitzan von der Hochschule Esslingen, die unter dem Titel „Von der Chancengleichheit zur genderkompetenten Kommune” verschiedene Thesen vorstellte. Mit einem Augenzwinkern bedachte das Improvisationtheater Harlekin aus Tübingen das Thema und sorgte so für einen gelungenen Abschluss der Veranstaltung.

Ansprechpartnerin:
Iris Fahle
Büro für Kreisentwicklung und Kommunikation
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Beauftragte für Chancengleichheit