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Kalkstaub für Bäume und Waldboden

Bodenschutzkalkung mit Gebläse im Landkreis Göppingen

Pressemitteilung 14.10.2020 - In den Wäldern im Landkreis Göppingen staubt es, denn der Wald bekommt eine Kur.

Unimog auf Forstweg, der Kalk auf den Waldboden verbläst
Bildquelle: Rechberg'sche Forstverwaltung

Bei dem Staub handelt es sich um ein feines Gemisch aus Dolomitkalk und Wasser, welches je nach Standort mit Holzasche vermischt wird und im Wald ausgebracht wird. Bereits Mitte September wurden Waldflächen auf der Gemarkung von Donzdorf und Eislingen mithilfe eines Helikopters gekalkt. Seit Mitte Oktober werden nun Waldflächen rund um Donzdorf, Winzingen und Wißgoldingen sowie nördlich von Salach und auf der Albhochfläche nördlich von Weißenstein gekalkt. Dieses Mal wird der Kalk aber nicht durch einen Helikopter verstreut, sondern wird vom Boden aus mittels spezieller Verblasetechnik durch die Firma Waldkalkung Schmidt ausgebracht. Die Verblasegeräte, welche auf einem Unimog angebracht sind, können den Kalk über 60 Meter weit in den Waldbestand hinein verblasen. Insgesamt wird eine Fläche von über 400 ha gekalkt mit einem Dolomitkalkgemisch von über 1.300 Tonnen.

Durch den Kalk soll der Waldboden wieder regeneriert werden. Dass dies notwendig ist, wurde zuvor durch Bodenproben aus den betroffenen Wäldern ermittelt, die von der forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg analysiert wurden. Durch das Forschungsinstitut wird auch das entsprechend richtige Mischungsverhältnis festgelegt. Daneben gibt es aber auch Ausschlussflächen, welche nicht gekalkt werden, wie beispielsweise Bannwälder. Diese Flächen werden bereits im Voraus von der Kalkung ausgeschlossen.

Durch die Bodenschutzkalkung soll einer weiteren Versauerung der Waldböden entgegengewirkt werden und das eigentliche und natürliche Bodengefüge wiederhergestellt werden. Die Versauerung der Waldböden entstand durch die jahrzehntelange Belastung durch sauren Regen, welcher wiederum Folge der Industrialisierung ist. Der Kalk hilft direkt bei der Regenerierung und wirkt der Versauerung entgegen. Davon profitieren Bodenkleinstlebewesen wie Mikroben bis hin zu den wichtigen Regenwürmern. Auch der Nährstoffauswaschung wird entgegengewirkt, wovon der Wald als ganzes Ökosystem profitiert. Durch diese Maßnahmen wird auch sichergestellt, dass der Wald als natürlicher Wasserfilter und Garant für sauberes Grundwasser auch in Zukunft funktionsfähig bleibt. Eine gesundheitliche Gefährdung für Menschen und Tiere durch das Kalkmaterial besteht nicht. Einzig die Schuhe müssen eventuell nach dem nächsten Waldspaziergang abgeklopft werden, denn unmittelbar nach der Kalkung wird der Waldboden wie gepudert aussehen. Mit dem nächsten kräftigen Regenschauer verschwindet der Kalk aber im Boden und alles sieht wie gewohnt aus.

Ansprechpartner

Forstamt
Tobias Traber
Telefon 07161 202-2402
E-Mail forstamt@lkgp.de

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