VVS: Entscheidung fällt am 01.02.2019

Bürgerinformation am 17.01.2019

Pressemitteilung - Der Kreistag steht kurz vor der Entscheidung über die Vollintegration in den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS). Die zusätzlichen Kosten für den Landkreis sollen bei jährlich rd. 3 - 5 Mio. Euro liegen. Die genaue Höhe hängt im Wesentlichen von der Verkehrsumlage des Verbands Region Stuttgart ab, die jährlichen Schwankungen unterliegt. Fällt die Entscheidung pro Vollintegration, könnten die VVS-Tarife auf Bus und Bahn frühestens ab 2021 auch im gesamten Landkreis Göppingen gelten.

Das Mobilitätsamt konnte über den Sommer viele bisher offen gebliebene Fragen klären. Im Fokus standen dabei die Veränderungen, die sich aus der großen Tarifreform des VVS ab 01.04.2019 ergeben. Die öffentliche Hand in der Region Stuttgart investiert jährlich rd. 42 Mio. Euro zusätzlich, um die VVS-Tarife deutlich einfacher und günstiger zu gestalten. “Von diesen positiven Wirkungen für die Fahrgäste könnte künftig auch der Landkreis Göppingen vollumfänglich profitieren” fasst Landrat Edgar Wolff die jüngste Entwicklung zusammen. Auch innerhalb des Landkreises würden die Tarife mit der VVS-Vollintegration auf den meisten Relationen deutlich günstiger. Tarifnachlässe bis zu 50% stehen im Raum. Begünstigt würden vor allem Verbindungen im Zulauf auf die Knotenpunkte Geislingen, Süßen, Göppingen und Ebersbach sowie Fahrten in den gesamten Verbundraum des VVS. Für diese würde dann nur noch ein Ticket benötigt.

Für Klarheit über die weitreichenden Neuerungen soll eine weitere Bürgerinformation am 17. Januar (Veranstaltungsort ist die vor kurzem eingeweihte Kulturhalle in Süßen) sorgen und damit eine gute Grundlage für die Entscheidungsfindung am 22. Januar im Ausschuss für Umwelt und Verkehr und final am 1. Februar im Kreistag ermöglichen. “Ich halte dieses Innehalten vor dem möglichen Beitrittsbeschluss für wichtig. Alle Chancen und Risiken liegen jetzt nochmals aktualisiert auf dem Tisch, sie müssen aber auch ausreichend bekannt sein. Das gilt für die Nutzer, die Städte und Gemeinden wie die Entscheidungsträger gleichermaßen. Aufgrund der Komplexität, der Bedeutung und Zukunftsrelevanz dieses Themas, wäre es nicht richtig, es im Dezember im UVA in einer geplant 6 ½-stündigen Haushaltssitzung mit 15 Tagesordnungspunkten zusätzlich aufzunehmen. Deshalb volle Konzentration in Sondersitzungen” erläutert Landrat Wolff die Verschiebung der Beschlussfassung in das neue Jahr. Ursprünglich war die Abstimmung für die Kreistagssitzung am 7. Dezember geplant.

Ansprechpartner

Amt für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur
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