Einheitliche Beschilderung für Wanderwege

Startschuss für die Montage der neuen Beschilderung für das kreisweite Wanderwegenetz im Landkreis Göppingen

Pressemitteilung - Am Parkplatz Reußenstein in Wiesensteig fiel am Dienstag um 11 Uhr der Startschuss für die Montage der neuen und einheitlichen Beschilderung des kreisweiten Wanderwegenetzes.

Bürgermeister Gebhard Tritschler, Landrat Edgar Wolff und Verbandsvorsitzender Thomas S. Bopp beim Montieren der Schilder
von links nach rechts Bürgermeister Gebhard Tritschler, Landrat Edgar Wolff und Verbandsvorsitzender Thomas S. Bopp beim Montieren der Schilder (Quelle Landratsamt Göppingen)

Thomas S. Bopp und Bürgermeister Gebhard Tritschler unter Anleitung der beauftragten Beschilderungsfirma die ersten Wanderschilder an die neu gesetzten Metallpfosten montieren.

“Ich freue mich sehr, dass wir heute mit der Montage der ersten Schilder beginnen können. Dies ist das Ergebnis von langen und intensiven Planungen”, sagt Landrat Wolff. Nicht einmal drei Jahre ist es her, dass der Verwaltungsausschuss des Göppinger Kreistages das Projekt der Freizeitwegekonzeption auf den Weg gebracht hat. ”Die verschiedenen Freizeitmöglichkeiten wie Wandern, Mountainbiken und Reiten werden dadurch im Landkreis Göppingen noch attraktiver.”

Der Tourismusmanager des Landkreises, Holger Bäuerle, leitet das Projekt federführend. “Wir sind froh, dass wir unseren Zeitplan bisher einhalten konnten. Dies ist vor allem auch der Verdienst der vielen am Projekt beteiligten Akteure, denn ohne deren großes Engagement und Fachwissen wären wir heute mit Sicherheit noch nicht so weit.”

“Das Besondere an dem vom Landkreis verwendeten Beschilderungssystem der Wanderwege ist, dass dieses nicht nur regional begrenzt Anwendung findet, sondern in den nächsten Jahren auf der gesamten Schwäbischen Alb umgesetzt werden soll”, erläutert Landrat Wolff. Das anzuwendende Konzept enthält eindeutige Vorgaben im Hinblick auf Schildergröße, Schrift, Inhalt, Farbe und Materialwahl. So werden das Grundwegenetz und die Fernwege des Schwäbischen Albvereins künftig gelbe Schilder, die lokalen Rundwanderwege im Gegensatz dazu grüne Schilder bekommen.

Das neue Wanderwegenetz im Landkreis umfasst etwa 1.220 Kilometer, die neu zu beschildern und zu markieren sind. Dabei werden je 600 neue Stahl- und Holzpfosten gesetzt, rund 6.000 neue Schilder montiert und etwa 16.000 Markierungszeichen an Bäume, Laternenmasten oder Verkehrszeichen angebracht. Ebenso werden bereits vorhandene Pfosten aufgestockt, um dadurch Platz für die neuen Schilder zu gewinnen. Begonnen wird dabei im südwestlichen Teil des Kreises im Bereich des Oberen Filstals bei Wiesensteig. Dem Verlauf der Fils folgend soll dann spätestens bis zum Jahresende das gesamte Kreisgebiet einheitlich ausgeschildert und markiert sein. “Hier liegt noch ein großes Stück Arbeit vor uns”, betont Bäuerle und verweist auf die vielen Mitstreiter, die bei den Markierungsarbeiten in Wald und Flur unterstützend tätig sind.

Im Rahmen des Projektes wurde das ursprüngliche Wegenetz im Kreis zudem um etwa 300 Kilometer bereinigt, denn im Altbestand gab es viele paralelle Wegeführungen, die teilweise gar nicht mehr genutzt werden.

Die Kosten für die neue Beschilderung der Wanderwege, die vom Kreis als infrastrukturelle Maßnahme in konsequenter Umsetzung der Tourismskonzeption aus 2013 übernommen werden, belaufen sich auf rund 390.000 Euro. Das beauftragte Beschilderungsunternehmen hat sich im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung beworben und per Vergabeentscheid den Zuschlag erhalten. Im Preis enthalten sind Material- und Montagekosten sowie die Demontage der alten wegweisenden Beschilderung. Erfreulich ist die bereits erteilte Förderzusage des Verbands Region Stuttgart für das Projekt in Höhe von 125.000 Euro.

Das infrastrukturelle Projekt der Freizeitwegekonzeption beinhaltet jedoch nicht nur die Neubeschilderung der Wanderwege, sondern zielt auch auf die Ausweisung von Single-Trails für Mountainbiker, die Schaffung von Ruhezonen und die Entlastung von Landschaftsteilen ab. Ebenso sollen eine bessere Vernetzung der Wege mit dem ÖPNV, der Sehenswürdigkeiten sowie den Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben erreicht werden. Mit einem Planungsbüro und vielen Akteuren wie dem Schwäbischen Albverein, dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub, dem Forstamt, der Kreisjägervereinigung, des Kreisbauern- und des Landesnaturschutzverbands, den Naturschutzbehörden sowie Vertretern von lokal organisierten Mountainbike-Gruppierungen, den Tourismusverbänden sowie den 38 kreisangehörigen Städten und Gemeinden konnte die Basis für diese Ziele erarbeitet werden.

Um im mittlerweile hart umkämpften Wandermarkt auch überregional mitspielen zu können, ist die Zertifizierung von mehreren Halbtages- und Tageswanderungen auf Kreisgebiet durch den Deutschen Wanderverband vorgesehen. Diese neuen Qualitätswege sollen dann unter dem Markendach der “Löwenpfade” vermarketet werden. Die offizielle Einweihung des ersten Löwenpfades in Bad Überkingen findet am 7. Juli diesen Jahres statt.

Ansprechpartner:

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