Bus und Bahn im Fokus

Verkehrsminister sieht Göppingen im Aufwind

Pressemitteilung - In einer gemeinsamen Veranstaltung der Stadt und des Landkreises wurden am Freitag, 26. Oktober, die neue Mobilitätszentrale im Bahnhof Göppingen sowie das neue Fahrgastinformationssystem am ZOB eingeweiht.

Zwei wichtige Neuerungen sollen künftig den Öffentlichen Verkehr (ÖPNV) in Göppingen attraktiver gestalten: Seit Ende September ist die Installation und Inbetriebnahme der insgesamt 22 Informationsanzeigen (DFI) abgeschlossen. In Echtzeit können sich die Fahrgäste am ZOB, am Bahnsteig und an der Haltestelle Jahnstraße über die Abfahrtszeiten der Busse und Anschlüsse auf der Bahn informieren. Das Projekt umfasst Investitionen in Höhe von ca. 216.000  Euro und wurde durch den Landkreis als Aufgabenträger für den Öffentlichen Nahverkehr initiiert und durch Landesmittel gefördert. „Ein attraktiver und kundenfreundlicher ÖPNV ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen Mobilität im Landkreis Göppingen. Für uns ist das ein Schlüsselthema der Kreisentwicklung“, betonte Landrat Edgar Wolff bei seiner Ansprache im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Göppinger Bahnhofshalle. Sein besonderer Dank galt dem Land, das durch seine finanzielle Unterstützung diese wichtige Maßnahme erst möglich gemacht habe sowie dem VVS, der bereits vor Jahresfrist über ein Förderprogramm die ersten Anzeigen im Landkreis ermöglicht hatte. Wolff verwies auf die zahlreichen weiteren Aktivitäten des Landkreises zur Verbesserung des ÖPNV-Angebots bei Bus und Bahn.
 
Mit der zeitgleichen Eröffnung der neuen Mobilitätszentrale im Bahnhof Göppingen, stellt DB Vertrieb, unterstützt durch die Stadt Göppingen und den Landkreis, die große Bandbreite an Mobilitätsdienstleistungen für die Fahrgäste ab sofort gebündelt und aus einer Hand bereit. In Kooperation mit dem Filsland Mobilitätsverbund ist an Stelle des bisherigen DB-Reisezentrums ein attraktiver Anlaufpunkt für Mobilitätsangebote aller Art entstanden. „Ich freue mich, dass es gelungen ist, die Beratungsleistungen vom Ticketverkauf über Radverleih und Sharing-Angebote bis hin zu Freizeitthemen in dieser neuen Mobilitätsdrehscheibe zu konzentrieren“, erläuterte Oberbürgermeister Guido Till. Unterstützt durch Fördermittel des Verbands Region Stuttgart, konnte die Stadt einen Baukostenzuschuss für eine barrierefreie Zugangstür in Höhe von ca. 5000 Euro leisten. Darüber hinaus wollen sich Stadt und Landkreis an der personellen Ausstattung der Mobilitätszentrale beteiligen. Finanziert wurde der Umbau der neu eröffneten Mobilitätszentrale von der Deutschen Bahn. Der Vertreter von DB Vertrieb, Reinhold Pohl, dankte für die gute Zusammenarbeit im Vorfeld und das konstruktive Miteinander.
 
Voll des Lobes über die Projekte zeigten sich Verkehrsminister Winfried Hermann und der Verbandsvorsitzende der Region Stuttgart, Thomas Bopp. Beide waren eigens zu diesem Anlass nach Göppingen gekommen. Sie sehen den ÖPNV in Baden-Württemberg in einem guten Fahrwasser. „Das Land fährt seit Jahren eine Offensive, um umweltgerechte Mobilität nachhaltig zu fördern. Wenn Stadt und Landkreis derart mitziehen wie in Göppingen, können wir unsere gemeinsamen Ziele besser erreichen“, betonte der Minister. Die Zuschüsse aus dem Land und der Region hatten die umfangreichen Investitionen im Bahnhofsgebäude und am ZOB erst möglich gemacht. „Dank unseres regionalen Förderprogramms für nachhaltige Mobilität mit dem Förderschwerpunkt Mobilitätspunkte konnten Zuschüsse für die ÖPNV-Drehscheibe erstmals auch an die Stadt Göppingen fließen“, stellte der Verbandsvorsitzende Bopp die Unterstützung durch die Region Stuttgart heraus.
 
Beide äußerten sich positiv zu den geplanten Ausweitungen des Busangebots im Landkreis Göppingen. Zum Jahreswechsel werden die Linien vertaktet und auf die Schiene verknüpft. Die Ausweitungen um rd. 1,7 Mio. Kilometer/Jahr bieten erweiterte Bedienungszeiten am Abend und am Wochenende. Bopp und Hermann ermunterten den Landkreis, den jetzt noch fehlenden Schritt zur Vollintegration in den VVS mutig zu gehen. Sie biete dem Landkreis hervorragende Chancen, um an der positiven Entwicklung der Region Stuttgart weit stärker zu profitieren als bisher.

Ansprechpartnerin

Amt für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur
Laura Friedrichs
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