EU-Leuchtturmprojekt "EULE Genial Voralb"
Der EULE-Baustein "nachhaltige Mobilität"
Neben der Biomassenutzung beinhaltet das EU-Projekt „EULE Genial Voralb“ auch den Baustein zur Verbesserung der Mobilität im Voralbraum. Durch den Aufbau eines interkommunalen Bürgerbusbetriebs, erweiterte Anrufsammelverkehre und den Aufbau einer Mobilitätszentrale soll das öffentliche Verkehrsangebot nachhaltig optimiert werden.
Mit dem Bürgerbus entlang des Albtraufs
Ziel ist entlang des Albtraufs zwischen den Gemeinden des Kommunalverbunds „Voralb“ ergänzende Buslinienangebote aufzubauen. Bisher ist das bestehende Netz vorrangig auf das Mittelzentrum Göppingen ausgerichtet. Eine weiterreichende Vernetzung zwischen den Voralbgemeinden schied aufgrund der fehlenden Wirtschaftlichkeit bisher aus. Der Projektbaustein „nachhaltige Mobilität“ sieht daher vor, ein interkommunal angelegtes Bürgerbussystem zu installieren, welches eng mit dem vorhandenen Busangebot verzahnt ist.
Der Modellcharakter ist darin zu sehen, dass erstmals ein gemeindeübergreifendes Bürgerbusangebot aufgebaut werden soll. Konzipiert sind folgende Linien:
- Aichelberg – Eckwälden – Bad Boll und zurück
- Eschenbach – Gammelshausen – Dürnau – Bad Boll und zurück
- Schlat – Eschenbach – Heiningen und zurück
- Schlierbach – Hattenhofen – Zell u. A. und zurück
Karte mit Buslinien (zum Vergrößern bitte anklicken):

Die vorgesehenen Bürgerbuslinien finden Sie im folgenden PDF-Dokument:
Karten Bürgerbuslinien (4.415 MB)
Entscheidend ist, dass neben dem reinen Personentransport die Bürgerbusse technisch so ausgestattet werden, dass sie ergänzend auch die Reststoffe aus Grünschnitt und Sammelgut für die Biomassenutzung transportieren können.
Erweitertes Angebot Anrufsammeltaxi
Die Basis des gemeindeübergreifenden Mobilitätskonzeptes für den Raum Voralb bildet der optimierte Busverkehr, der das Planungsgebiet mit Göppingen (Bahnanschluss) sowie die Voralbgemeinden untereinander verbindet. Um auch in Tagesrandlagen und am Wochenende attraktive Mobilitätsangebote bereit halten zu können, müssen die flexiblen Bedienungsformen (Anrufsammeltaxi) verstärkt berücksichtigt werden. Die bisher als Rufbus bezeichneten Verkehre stellen ein Fahrplangebundenes Angebot mit herkömmlichen Taxifahrzeugen dar. Der Fahrpreis entspricht in der Regel dem üblichen ÖPNV-Tarif. Die Erhebung eines sogenannten Komfortzuschlages ist umstritten und soll nicht weiter verfolgt werden. Die angebotenen Fahrten werden nur durchgeführt, wenn sie mit einer bestimmten Vorlaufzeit vom Fahrgast bestellt werden. Die Disposition der Fahrtwünsche erfolgt über die Mobilitätszentrale.
Die Mobilitätszentrale als Koordinationsschaltstelle
Die Mobilitätszentrale bildet die Schnittstelle zur Biomasseleitstelle im Hinblick auf die Bergung der Biomassereststoffe und den logistischen Hintergrund. Sie ist die zentrale Anlaufstelle, welche im persönlichen Kontakt, telefonisch und online für Kunden des ÖPNV verfügbar ist und umfassend über sämtliche Bereiche der Mobilität im Raum Auskunft gibt. Umfasst sind:
- Verkehrsmittel(-wahl)
- Fahrplanauskünfte
- Tarife
- Mitfahrdienste
- Koordination und Abrechnung der Anrufsammeltaxis
- Koordination von Car-Sharing-Angebote
- Unterstützung der Bürgerbusdienste
- Marketing
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