EU-Leuchtturmprojekt "EULE Genial Voralb"
Bausteine des Projekts
Projektbausteine und Ziele
Das EU-Leuchtturmprojekt setzt sich nach derzeitiger Planung aus zwei Projektbausteinen zusammen: "Biomassenutzung" und "nachhaltige Mobiliät".
Ziele sind:
- die Kulturlandschaft des Albvorlandes und des Albtraufs zu stärken
- die Pflege und Nutzung der Kulturlandschaft zu fördern
- eine aktive lokale Wertschöpfung zu betreiben und
- die Mobilität im Voralbbereich vor den sich abzeichnenden demografischen Veränderungen nachhaltig zu organisieren.
Baustein "Biomassenutzung"
Innerhalb dieses Bausteins geht es darum, vorhandene aber heute nur vereinzelt genutzte Reststoffe aus der Kulturlandschaftspflege als Wertstoffe zu begreifen und diese möglichst optimal und nachhaltig zu nutzen. Der angestrebte Mehrwert des EULE-Projektes liegt in
- der Kulturlandschaftspflege über die energetische Nutzung der Biomassereststoffe und deren ökonomischer Verwertung
- der Nutzung vorhandener lokaler energetischer Ressourcen vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung des Einsatzes regenerativer Energien
- einer lokalen Wertschöpfung und Schaffung von Arbeitsplätzen
- in der schrittweisen Abkoppelung von fossilen Energieträgern.
In der Summe kommen diese Effekte der Pflege und dem Erhalt der Kulturlandschaft, die das Rückgrat des Voralbraumes darstellt, zugute.
Dabei liegt der Fokus des EULE-Projektes explizit auf den Reststoffen aus der Kulturlandschaftspflege (bspw. Streuobstpflege, Pflege der Straßen- und Gewässerränder, Nutzung anfallenden Grünschnitts auf den Kompostplätzen). Nach realistischen und konservativen Abschätzungen von Bosch & Partner liegen diese in einer Größenordnung von 5.000 t holziger Frischmasse und 7.500 t Frischmasse an grasartigen und krautigen Biomassen/Jahr.
Baustein "nachhaltige Mobilität"
Im Baustein "Mobilität" soll das vorhandene öffentliche Verkehrsangebot im Albvorland nachhaltig ausgebaut und bestehende Lücken in der Netzstruktur geschlossen werden. Durch den beabsichtigten Aufbau einer "Mobilitätszentrale" erhält das erweiterte Angebot eine deutlich größere Transparenz und Nutzerfreundlichkeit.
Die Förderung nachhaltiger Mobilitätsformen ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass
- sich die individuelle Mobilität zunehmend verteuert
- der demografische Wandel veränderte Verkehrsangebote erfordert
- das Albvorland zunehmend als Naherholungsraum erkannt und genutzt wird. Das Segment der Freizeitverkehre (Wochenendbedienung, Rad-Shuttle etc.) soll entsprechend stärker berücksichtigt werden.
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