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Blauzungenkrankheit

Eine anzeigenpflichtige Tierseuche

Auftreten

Im Jahr 2006 ist in Deutschland erstmals die sogenannte Blauzungenkrankheit aufgetreten. Diese anzeigepflichtige Tierseuche ist seit langem in wärmeren Regionen (Mittelmeerraum, Afrika) bekannt und geht häufig mit Fieber und Ödemen infolge Gefäßschädigungen einher. Ihr Verlauf kann mild bis hochgradig sein. Gefährdet sind insbesondere Rinder und Schafe. Das Virus kann nicht auf Menschen übertragen werden, eine Gesundheitsgefährdung besteht deshalb nicht. Fleisch- und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden. Die Übertragung der Viruskrankheit erfolgt ausschließlich über Stechmücken (sogenannte Gnitzen), nicht von Tier zu Tier.

Nachdem es insbesondere 2007 zu erheblichen Erkrankungszahlen mit zahlreichen Tierverlusten kam und sämtliche Maßnahmen wie Insektizidenbehandlungen oder Handelsrestriktionen die Ausbreitung nicht verhindern konnten, wurde ab Mitte Mai 2008 mit der flächendeckenden Pflichtimpfung gegen BTV-8 begonnen. Der Erfolg der Maßnahme wird durch den sofortigen Rückgang der Neuerkrankungen in den Jahren 2008 und eine weitere Reduzierung der Ausbrüche gegen Null bis 2010 eindrücklich belegt. Ob diese Erfolge in Anbetracht der im Januar 2010 aufgehobenen Impfpflicht von Dauer sein werden und wann die bestehenden Schutzmaßnahmen aufgehoben werden können, bleibt abzuwarten. Eine Weiterführung der Impfung ist jedoch vorerst dringend angeraten. Die Tierseuchenkasse Baden-Württemberg unterstützt das Verfahren.

Symptome

Bei den aktuell in den Niederlanden, Belgien und Deutschland aufgetretenen Fällen der Blauzungenkrankheit ist gegenüber Beschreibungen in der Literatur auffällig, dass auch Rinder oftmals auffällige Symptome haben.

Bilder der klinischen Symptome

Weitere Informationen:

  • Informationen des MLR zur Blauzungenkrankheit
  • Rindergesundheitsdient der Tierseuchenkasse Baden-Württemberg
  • Friedrich-Loeffler-Institut (FLI)
  • Robert-Koch-Institut (RKI)
  • OIE -Weltorganisation für Tiergesundheit (engl.)
  • Wikipedia: Anzeigepflichtige Tierseuche

Amt, Ansprechpartner

Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz

Ansprechpartnerinnen und Anprechpartner nach Zuständigkeit

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