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Baum des Jahres 2012
Die Lärche soll wachsen - Bericht Geislinger Zeitung vom 17. April, Jürgen Wahr
Die selten gewordene "Europäische Lärche" ist Baum des Jahres. Eine besondere Wertschätzung erfährt sie jetzt bei einer Anpflanzaktion im Forst bei Türkheim.
In den Waldgebieten des Landkreises Göppingen besiedelt die Lärche gerade mal ein Prozent der Waldfläche. Das soll anders werden. So pflanzten vor einigen Tagen Forstleute bei Türkheim rund 400 zweijährige Pflanzen dieser widerstandsfähigen Baumart. Genutzt wurden freie Flächen, die durch Baumeinschlag entstanden oder durch Sturm verursacht, der Lärche den nötigen Lebensraum bieten. Denn die Lärche braucht viel Licht für ihr Gedeihen, erklärt Carsten Hertel vom Forstamt des Landratsamts Göppingen. Er begleitet dieses Projekt seitens der Forstverwaltung. Im Abstand von zwei Metern werden die zirka 60 Zentimeter großen Setzlinge gepflanzt, beschreibt Marc Hald diese etwas schweißtreibende Aufgabe. Neben dem 20-jährigen Forstwirt sticht sein gleichaltriger Kollege Michael Maurer mit einem sogenannten Hohlspaten in den etwas trockenen Waldboden, um mit zwei gegenüberliegenden Einstichen das entsprechende Loch zu schaffen. Darin sollen die zarten Wurzeln der Junglärche mit etwas aufgelockerter Walderde ihren Platz finden und möglichst rasch anwachsen.
Und, wo kommen die Jungpflanzen her? Den Samen für die Aufzucht der Jungpflanzen entnehme die liefernde Baumschule Riedlingen von Lärchen aus verschiedenen Regionen, wo sich besondere Exemplare dieser filigranen Baumart befinden, informieren die Forstexperten. Bis zum Alpenraum reiche das Gebiet dieser Nadelbaumart, die bekanntlich im Herbst ihre Nadeln abwirft und im Frühjahr mit einem zarten Grün leuchtet. Der Baum kommt in einem Klima mit heißen und trockenen Sommern ebenso zurecht wie mit sehr kalten und anhaltenden Wintermonaten. Oft ist er dort zu finden, wo sonst keine andere Baumart überleben könnte, wissen die Experten. Der Baum, der mitunter einen Stammdurchmesser bis über 80 Zentimeter erreicht, wird gerne vom holzverarbeitenden Handwerk verwendet. Geeignet ist diese Holzart wegen ihrer Widerstandsfähigkeit besonders bei der Fassadengestaltung.
Energieholz aus den Wäldern im Landkreis
Natürliche und nachwachsende Energie - direkt vor Ihrer Haustür
Wussten Sie eigentlich, dass ein Raummeter luftgetrocknetes Laubholz (ca 450kg) den gleichen Heizwert hat wie 210 Liter Heizöl oder 385kg Braunkohlebriketts?
Der entscheidende Unterschied ist, dass dieses Holz im Wald nachwächst, während die fossilen Energieträger wie Öl und Kohle endlich sind.
Holz ist ein alter, aber auch hochmoderner Energieträger. Bei der Verbrennung von Holz wird nur soviel Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, wie die Bäume bei ihrem Wachstum mit Hilfe des Sonnenlichts aus der Erdatmosphäre aufgenommen haben. Die Nutzung von Holz als Brennholz ist also CO2-neutral. Das ist in Zeiten von steigenden Energiepreisen und der Diskussion um verbesserten Klimaschutz ein schlagendes Argument dafür, sich über das Energiepotenzial der Wälder im Landkreis Göppingen zu informieren. Das haben wir bereits für Sie getan!
Aktuelle Forschungsergebnisse im Landkreis
In einem Forschungsprojekt in Zusammenarbeit zwischen dem Forstamt Göppingen und der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg wurden die potenziellen Vorräte an Energieholz in den Wäldern im Landkreis Göppingen ermittelt. Auf einer ansprechend gestalteten interaktiven homepage des Projektes können Sie für Ihre Gemeinde und Ihren Wald das Potenzial abschätzen.
Wenn Sie zu diesem Projekt weitere Fragen haben, wenden Sie sich gerne an Ihre Ansprechpartner im Forstamt oder Ihren zuständigen Revierleiter.

