Aktuelles aus der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche
Kreisjugendamt Göppingen
An dieser Stelle wird über Aktuelles, über Schwerpunkte und Änderungen in der Arbeit der Beratungsstelle berichtet.
Unruhige Kinder / "ADS"
In den letzten Jahren tauchen vermehrt Störungen bei Kindern unter den Bezeichnungen "Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom" (ADS) mit oder ohne "Hyperaktivität" auf.
Neben medizinischen Ursachen und medikamentöser Behandlung werden zunehmend auch psychologische Zusammenhänge mit Behandlungsmöglichkeiten diskutiert und angewandt. Sie können entscheidend zur Linderung der Probleme für das Kind und seine Umgebung (Familie, Kindergarten, Schule) beitragen.
Die Beratungsstelle bietet dazu an:
- Testdiagnostische Untersuchung
- Beratung zum Umgang mit dem jeweiligen Problem beim Kind selbst, in der Familie, im Kindergarten, in der Schule usw.
- Therapieempfehlungen
Gruppenarbeit mit Trennungs- und Scheidungskindern
Außer den seit Jahrzehnten laufenden analytischen Gruppentherapien bietet die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche Gruppen speziell für Kinder und Jugendliche aus Trennungs- und Scheidungsfamilien an. Dadurch leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Krisenintervention, aber auch zur Prävention, indem reaktiven psychischen Erkrankungen und Beziehungsstörungen bei den betroffenen Kindern vorgebeugt wird.
Kinder aus getrennten Ehen und Lebensgemeinschaften erleiden eine tiefe Verunsicherung durch das Auseinanderbrechen der elterlichen Partnerschaft. Sie erleben massive Ängste, Wut, Trauer und Resignation.
Sie wollen es der Mutter und dem Vater recht machen. Sie wollen keinen von beiden verlieren und verlieren dabei das Gefühl für ihre eigenen Bedürfnisse.
Oft werden sie von den Eltern in deren Auseinandersetzungen miteinbezogen und teilweise auch zum Streit- oder Verhandlungsobjekt gemacht. Der alltägliche selbstverständliche Kontakt zu beiden Eltern ist nicht mehr gegeben. Häufig kommt ein Wohnort- und Schulwechsel und damit eine einschneidende Veränderung der sozialen Umgebung hinzu.
Zeiten der Trennung und Scheidung sind für alle Beteiligten schwer auszuhalten. Die Gruppe bietet den Kindern einen Raum, in dem sie sich ernst genommen fühlen und Solidarität mit anderen gleichermaßen betroffenen Kindern erleben. Psychische Störungen, Kontaktängste und Beziehungsstörungen als Folge der Belastungen können aufgefangen und Spätfolgen einer Trennung der Eltern abgemildert werden. Die Gruppe gibt den Kindern über eine gewisse Zeit hinweg Halt. Als Gegengewicht zu ihrer instabilen familiären Situation können die Kinder Zugehörigkeitsgefühl und Sicherheit durch die Gruppe erleben.
In einer Gruppensequenz werden sechs bis acht etwa gleichaltrige Jungen und Mädchen in zehn Sitzungen betreut. Die Sitzungen sind einzelnen Themen wie "Loyalitätskonflikt" oder "Selbst- und Fremdbild als Scheidungskind" zugeordnet.
Kontakt
Interessierte können sich direkt mit den Gruppenleitern der Beratungsstelle in Verbindung setzen:
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner
(Abteilung 6: Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche)
