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Fahrrad-SymbolFahrradverkehr

Radverkehrsplanung auf Kreisebene

Radverkehrskonzeption

Am 22.07.2011 wurde im Kreistag des Landkreises Göppingen die Radverkehrskonzeption einstimmig beschlossen. Nach zwei Jahren gehen damit intensive Planungen und Gespräche mit den betroffenen Kommunen, Verbänden, Nachbarlandkreisen sowie Politikern zu Ende. Die eigentliche Arbeit, die Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs umzusetzen, beginnt jedoch erst. Insgesamt hat das Planungsbüro VIA aus Köln, das einen 600 Seiten umfassendes Konzept vorgelegt hat, 466 Maßnahmen detailliert auf Grundlage der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur im Landkreis dargestellt. Damit geht sie weit über eine reine Bedarfsermittlung hinaus. Die Konzeption erhielt parteiübergreifend viel Lob und Anerkennung und wurde einstimmig als Grundlage für die künftige Gestaltung der Radwegeinfrastruktur beschlossen.

Auch von Seiten des ADFC-Kreisverbandes wurde das Erarbeitete gewürdigt und zugesagt, die Umsetzung der Maßnahmen mit Rat und Tat zu unterstützen. Die Konzeption soll sicher stellen, dass künftig die Gestaltung der Radwegeinfrastruktur im Landkreis Göppingen nach einheitlichen Kriterien erfolgt. Damit soll eine verwirrende Vielfalt an unterschiedlichen Anlagentypen vermieden werden und ein sicheres und funktionstüchtiges Netz entstehen. Das vom Büro VIA und allen Beteiligten erarbeitete Netz umfasst eine Länge von 830 km und beinhaltet sowohl Wege für den Alltags- als auch den Freizeitverkehr.

Ergänzend zur Konzeption wurde ein Begleitprozess ins Leben gerufen, der den Landkreis Göppingen fahrradfreundlicher machen soll. Es besteht aus insgesamt drei Leitthemen die jeweils aus drei Projekten bestehen. Darin geht es um

  • die Förderung des touristischen Routenangebotes,
  • die Erhöhung der Sicherheit im Alltagsradverkehr sowie
  • die Verknüpfung des Radverkehrs mit dem ÖPNV.

Gerade im letzteren Bereich sind große Potentiale vorhanden durch den Ausbau von Radabstellanlagen an Bahnhöfen aber auch durch die kostenlose Fahrradmitnahme in Regionalexpress und Regionalbahn, welche innerhalb des Landkreises seit der Gründung des Filsland Mobilitätsverbundes zum 01.01.2011 möglich ist.

Mit der vorgelegten Konzeption unterstreicht der Landkreis Göppingen sein Engagement für den Radverkehr und sieht darüber hinaus vielversprechende Möglichkeiten für die Zukunft in der Zusammenarbeit mit dem Bund und dem Land Baden-Württemberg, das bereits betont hat, den Radverkehr nachhaltig zu fördern.

Touristische Radwanderrouten

Flyer FilstalrouteDie Filstal-Radroute (kurz "Filstalroute") wurde in enger Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden sowie dem ADFC zum Frühjahr 2009 thematisch vollständig überarbeitet, abschnittsweise um eine Süd-Route ergänzt und umfangreich neu beschildert. Die Wegweisung erfolgte nach den bundeseinheitlichen Richtlinien der Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehr (FGSV). Die gesamte Wegstrecke von Plochingen bis zum "Bahnöfle" auf der Albhochfläche (Markung Wiesensteig) umfasst rd. 70 km, davon 62 km entlang der Fils. Die Filstalroute ist dank ihrer rund 1.100 Wegweiser auch ohne Kartenmaterial gut befahrbar.

Unter dem Motto "Idylle, Kultur, Metropolregion" wird nach und nach ein alternatives Vermarktungskonzept umgesetzt. Es soll den Flusslauf auf seinem Weg von der Idylle des Naturraums der Schwäbischen Alb (beim Filsursprung) in das verdichtete, durch Mensch und Wirtschaft überformete Mittlere und Untere Filstal begleiten und in seiner Vielfalt erlebbar machen.

Der Flusslauf bietet Interessantes und Informatives: Von den Tuffterrassen der Alb über Wasserfälle bis hin zu bedeutenden Zeugnissen der Industrie- und Kulturgeschichte und jüngsten Entwicklungen moderner Wasserkraftanlagen. Schritt für Schritt wird der lange Zeit vernachlässigte Flussraum zurückgewonnen, den Menschen wieder zugänglich gemacht. Auch städtebaulich rückt die Fils vermehrt ins Visier: In einigen Städten und Gemeinden, so in Süßen, Eislingen und Ebersbach wurden in den letzten Jahren neue attraktive Zugänge zum Fluss geschaffen.

Ziel ist es, die bisherige "Filstalroute" durch weitere Radwanderwege zu ergänzen, die Teil des künftigen Radverkehrsplans sind. Vorgesehen ist eine "Stauferroute" im Ringschluss mit dem Ostalbkreis (Göppingen - Schwäbisch Gmünd - Lautertal) und ein familienfreundliches Angebot im Bereich "Voralb/Bad Boll". Eine anspruchsvollere Strecke soll die drei Kaiserberge mi dem Fahrrad erschließen.

 

 

Flyer AlbtraufrouteDie Schwäbische Alb und ihr Vorland, Bestandteile der einzigartigen südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft, zählen zu den prägenden Landschaftselementen des Landkreises Göppingen. Nach Nordwesten bildet der hunderte von Metern überwindende Steilabfall die weithin sichtbare „blaue Wand“ aus: den Albtrauf. Richtung Südosten flacht die sanft geneigte Albhochfläche fast unmerkbar zur Donau hin ab. Der Albtrauf ist Namensgeber der neuen, exakt 100 Kilometer langen, landschaftlich und kulturell sehr abwechslungsreichen Fahrradroute im Landkreis Göppingen und seinen Nachbarregionen.

Der Startpunkt der Albtraufroute lässt sich flexibel wählen. Wenn Sie mit dem Zug anreisen -
gut geeignet sind die IRE- oder RE-Verbindungen des Filstaltakts auf der Strecke Stuttgart-Ulm - sind die Große Kreisstadt Geislingen/Steige sowie Amstetten (Württemberg) ideale Ausgangspunkte. Reisen Sie mit dem Auto an, gibt es zahlreiche Parkmöglichkeiten am Bahnhöfle bzw. am Reußenstein. Die Gemeinde Schopfloch, in der der Rad-Wander-Bus des VVS hält, ist ebenfalls mit der Albtraufroute verbunden.

Die Radroute führt durch drei bemerkenswerte Landschaften des Landkreises Göppingen: Goißatäle, Albhochfläche, Eyb- und Roggental. Das Goißatäle beginnt in Geislingen/Steige (418 m) und führt über das sich anschließende Hasental bis hinauf zum Bahnhöfle (709 m) bei Wiesensteig. Da die Route hier überwiegend auf einer ehemaligen Bahntrasse verläuft, gestalten sich die Steigungsverhältnisse sehr familienfreundlich. Ab dem Bahnhöfle fährt man bis Böhmenkirch auf der vergleichsweise sanft bewegten Albhochfläche. Im Ringschluss nach Geislingen erreicht die Tour das Eyb- und Roggental, die in einem wunderschönen Naturschutzgebiet liegen. Direkt am Weg finden sich die Untere und Obere Roggenmühle sowie das sagenumwobene Mordloch, ein geheimnisvoller Karsthöhleneingang, der bereits als Tatort eines erfolgreichen Kriminalromans zu Ehren kam.

Radroutenplaner

Der Landkreis Göppingen ist darüber hinaus in die Radroutenplaner des VVS sowie dem landesweiten Radroutenplaner Baden-Württembergs integriert. Damit ist es möglich, sich zwischen Start und Ziel die optimale Route als Radfahrer berechnen zu lassen. Ebenso können Abschnitte mit Bus und/oder Bahn in der Streckenfindung berücksichtigt werden. Ein weiterer Vorteil beider Radroutenplaner ist die integration der touristischen Radwanderrouten sowie weiterer Sehenswürdigkeiten.

Logo VVSRadroutenplaner VVS/Region Stuttgart            Logo FahrradLand BWRadroutenplaner Baden-Württemberg

Faltblattserie "Entspannt Mobil"

Sicherheit im Straßenverkehr ist besonders für Radfahrerinnen und Radfahrer ein wichtiges Thema. Daher hat der Landkreis Göppingen nun in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kreise und Kommunen Baden-Württemberg (AGFK-BW) eine Faltblattserie zu diesem Thema veröffentlicht. In sechs Faltblättern wird detailliert erläutert, wie man sich als Radfahrer/-in sicher bewegt. Dazu werden vorhandene Radwege und ihre Benutzung erklärt, sicheres Abbiegen dargestellt sowie Rechten und Pflichten von Radfahrerinnen und Radfahrern beschrieben. Gerade Kinder gelten als besonders schutzbedürftige Gruppe. Daher widmet sich ein Faltblatt konkret dem Thema "Kinder sicher unterwegs".

Titelseite Faltblatt

 

Aufs Rad - aber sicher! (640.3 KB)

Besondere Wege (556.5 KB)

Kinder sicher unterwegs (502.1 KB)

Sicher fahren - sonst wirds teuer! (389.4 KB)

Sichere Wege (595 KB)

Sicheres Abbiegen (489.3 KB)

 

Weitere Informationen

  • Filsland Mobilitätsverbund
  • Filstalroute

Amt, Ansprechpartner

Amt, Ansprechpartner

Amt für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur

Ansprechpartner/innen

 

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